17 April 2026, 06:23

IHK warnt vor wirtschaftlichem Abstieg Sachsen-Anhalts ohne Reformen

Karte von Deutschland mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, um die Ergebnisse der Wahl von 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

IHK warnt vor wirtschaftlichem Abstieg Sachsen-Anhalts ohne Reformen

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat ernste Bedenken zur wirtschaftlichen Zukunft Sachsen-Anhalts geäußert. Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung wiesen Führungskräfte auf tief verwurzelte Herausforderungen hin, die das Wachstum bedrohen. Ohne dringende Reformen drohe ein weiterer Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit der Region, warnte IHK-Präsident Sascha Gläßer.

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Im Mittelpunkt der Versammlung stand die wirtschaftliche Stagnation, die sowohl Sachsen-Anhalt als auch Deutschland insgesamt belastet. Gläßer nannte hohe Energiekosten, steigende Lohnnebenkosten, hohe Steuern und übermäßige Bürokratie als zentrale Hemmnisse. Diese Faktoren erstickten die Geschäftstätigkeit und schreckten Investoren ab.

Als Reaktion verabschiedete die IHK ein ausführliches Positionspapier mit dem Titel "Politische Forderungen der IHK Halle-Dessau für Sachsen-Anhalt 2026". Das Dokument benennt Prioritäten für die Landesregierung, darunter Reformen des Arbeitsmarktes, Verbesserungen im Bildungssystem, Förderung von Innovation und die Ausweitung des internationalen Handels. Auch die Entflechtung der Bürokratie, die Sicherung bezahlbarer Energie und der Ausbau der Infrastruktur werden als dringend notwendig hervorgehoben.

Die Vollversammlung würdigte zwar positive Resonanz auf die regionale Kampagne der IHK, die die wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts bewirbt. Dennoch betonte Gläßer, dass die Bundespolitiker zwar den Handlungsbedarf erkannten, konkrete Maßnahmen jedoch bisher ausblieben. Die IHK will nun mit fachlich fundierten Lösungsvorschlägen die wirtschaftliche Debatte vor den Landtagswahlen 2026 prägen.

Die Positionspapiere der IHK setzen klare Erwartungen an die Landesregierung. Wirtschaftsvertreter fordern, dass Kostensenkungen, vereinfachte Regularien und die Förderung von Innovation unverzichtbar seien, um die Stagnation zu überwinden. Ohne entschlossenes Handeln könnte sich die wirtschaftliche Lage der Region in den kommenden Jahren weiter verschlechtern.

Quelle