IKEA setzt auf kleinere Läden und Digitalisierung gegen Umsatzrückgang
Francesco HeinrichIKEA setzt auf kleinere Läden und Digitalisierung gegen Umsatzrückgang
IKEA ändert seine Vertriebsstrategie in Deutschland und setzt künftig auf kleinere Verkaufsflächen. Der Schritt folgt auf rückläufige Umsätze, veränderte Kaufgewohnheiten der Verbraucher und den wachsenden Druck durch Online-Konkurrenten. Peter Jelkeby, Deutschlands Chef des Möbelkonzerns, bestätigte die Neuausrichtung.
Der erste kleinere IKEA-Markt hat bereits in Ingolstadt, Bayern, seine Türen geöffnet. Weitere Standorte sollen bundesweit folgen. Die neuen Filialen umfassen rund 2.950 Quadratmeter – deutlich weniger als die herkömmlichen 35.000-Quadratmeter-Märkte.
Die kompakteren Läden dienen als Ausstellungsräume und Beratungszentren. Kunden finden dort etwa 2.650 Artikel zum Mitnehmen sowie 1.000 Möbelstücke als Anschauungsmodelle, die bestellt werden können. Der Großteil der Produkte wird jedoch online erworben und nach Hause geliefert.
Weltweit plant IKEA zunächst die Eröffnung von 20 dieser kleineren Filialen. Mit dem neuen Konzept kann das Unternehmen auch in Regionen expandieren, in denen große Märkte nicht realisierbar wären. Allein in Deutschland erzielt IKEA bereits Online-Umsätze von fast 1,5 Milliarden Euro – das entspricht einem Viertel des Gesamtumsatzes.
Das neue Format ist eine Reaktion auf den schwächelnden Möbelmarkt und die zunehmende Konkurrenz durch digitale Händler. Kleinere Läden und Online-Bestellungen werden die Expansion von IKEA in den kommenden Jahren prägen. Das Unternehmen sieht darin einen Weg, um im sich wandelnden Einzelhandel relevant zu bleiben.
