19 April 2026, 18:20

Immobilienmarktbericht 2026 zeigt stabile Wohnpreise und schwächelnde Gewerbenachfrage im Kreis Viersen

Großes freies Feld mit Erde, umgeben von Gebäuden, Vegetation und einem Zaun, mit Hügeln und bewölktem Himmel im Hintergrund, zum Verkauf angeboten zu 1.000.000€.

Immobilienmarktbericht 2026 zeigt stabile Wohnpreise und schwächelnde Gewerbenachfrage im Kreis Viersen

Sachverständigenausschuss für Bodenwertermittlung legt Immobilienmarktbericht 2026 vor

Die Studie zielt darauf ab, die Markttransparenz zu erhöhen und Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft zu unterstützen. Sie analysiert die Bodenwerte in den Bereichen Wohnen, Gewerbe, Landwirtschaft und Forstwirtschaft in der Region.

Der Ausschuss hat 882 Bodenrichtwertzonen festgelegt, um unbebaute Grundstücke zu bewerten. Diese Zoneneinteilung ermöglicht es, Preisentwicklungen und Marktveränderungen über die Zeit hinweg nachzuvollziehen.

Im Kreis Viersen blieben die Preise für Wohnbauland 2025 weitgehend stabil. In einigen Gebieten gab es jedoch Steigerungen: In Kempen, Viersen und Brüggen stiegen die Werte um 5 %, während in Anrath und Neersen ein Plus von 10 Euro pro Quadratmeter verzeichnet wurde. Den stärksten Anstieg verzeichnete der Kempen-Stadtteil St. Hubert mit einem Zuwachs von 10 %.

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Die höchsten Preise für Einzelhausgrundstücke wurden in Kempen und Tönisvorst ermittelt. In städtischen Lagen lagen sie zwischen 250 und 400 Euro pro Quadratmeter, in den umliegenden Gemeinden bei 180 bis 300 Euro pro Quadratmeter.

Die Preise für Gewerbegrundstücke blieben auf dem Niveau von 2024, doch die Marktaktivität ging zurück. Das Transaktionsvolumen halbierte sich auf 8,2 Hektar, der Umsatz sank um 59 % auf 6,4 Millionen Euro.

Bei landwirtschaftlichen Flächen zeigte sich ein anderes Bild: Die Zahl der Transaktionen stieg um 53 % auf 174,8 Hektar, der Umsatz legte um 60 % auf 21,4 Millionen Euro zu. Die Preise für Ackerland stiegen im westlichen Kreis Viersen auf 9 Euro pro Quadratmeter, in den östlichen Gemeinden erreichten sie bis zu 10,50 Euro. Währenddessen blieb Grünland bei 6 Euro pro Quadratmeter, Forstflächen kosteten weiterhin 0,70 Euro pro Quadratmeter.

Der Bericht 2026 zeigt gemischte Entwicklungen in den verschiedenen Segmenten: Während die Wohnbaugrundstückspreise in einigen Gebieten leicht stiegen, ging die Nachfrage nach Gewerbeflächen deutlich zurück. Zwar nahmen die Transaktionen bei Agrarland zu, doch die Preise für Grünland und Forstflächen blieben unverändert.

Die Ergebnisse bieten eine detaillierte Momentaufnahme des regionalen Immobilienmarkts und liefern Planern, Investoren und politischen Entscheidungsträgern eine fundierte Grundlage für ihre Arbeit.

Quelle