Inflationsausgleichsbonus wird bis 2027 verlängert – doch nicht alle profitieren
Francesco HeinrichInflationsausgleichsbonus wird bis 2027 verlängert – doch nicht alle profitieren
Die deutsche Regierungskoalition hat sich darauf verständigt, den steuerfreien Inflationsausgleichsbonus von 1.000 Euro für Beschäftigte bis Mitte 2027 zu verlängern. Die am 12. April 2026 beschlossene Maßnahme basiert auf einem Entwurf der Koalitionsfraktionen und soll insgesamt eine finanzielle Entlastung von 2,8 Milliarden Euro bringen.
Nach der überarbeiteten Vereinbarung können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern im Jahr 2026 freiwillig eine steuer- und sozialabgabenfreie Zahlung von bis zu 1.000 Euro gewähren. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte, dass der Bonus weiterhin optional bleibt – Unternehmen hätten die Möglichkeit, ihn in kleineren Raten auszuzahlen oder die Auszahlung bis 2027 zu verschieben.
Für Betriebe ist die Prämie als Betriebsausgabe absetzbar, was die finanzielle Belastung mindert. Dennoch stoßen die Pläne bei Arbeitgebern und Wirtschaftsverbänden auf Kritik: Sie befürchten eine unzumutbare Belastung für die Unternehmen.
Um die entgangenen Steuereinnahmen auszugleichen, plant die Bundesregierung eine Erhöhung der Tabaksteuer. Die Verlängerung des Bonus erfolgte, nachdem die Koalitionspartner die Modalitäten finalisiert hatten, sodass die Leistung den Beschäftigten ein weiteres Jahr zur Verfügung steht.
Der verlängerte Inflationsausgleichsbonus gilt bis zum 30. Juni 2027 und bietet Arbeitnehmern finanzielle Unterstützung – vorausgesetzt, die Arbeitgeber beteiligen sich. Die geplante Tabaksteuererhöhung soll die dadurch entstehenden Mindereinnahmen des Staates kompensieren.






