K+S setzt auf direkte Windkraft für klimaneutrale Düngemittelproduktion
Francesco HeinrichK+S setzt auf direkte Windkraft für klimaneutrale Düngemittelproduktion
Ab August wird der K+S-Konzern Teile seines Werra-Verbundstandorts mit erneuerbarer Energie versorgen. Zwei Windkraftanlagen speisen dann direkt Strom in das Werk ein – ein Novum für das Unternehmen. Damit unterstreicht K+S sein Ziel, bis 2045 klimaneutral zu werden.
Die beiden Anlagen gehören dem Hamburger Unternehmen MPC Capital und verfügen zusammen über eine Leistung von 11,4 Megawatt. Sie stehen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen. Bei Volllast decken sie etwa zehn Prozent des aktuellen Strombedarfs des Standorts ab.
K+S hat mit MPC Capital einen Direktliefervertrag abgeschlossen, der den Umweg über das öffentliche Stromnetz vermeidet. Der Ökostrom fließt damit direkt in die Produktion von Düngemitteln und anderen Erzeugnissen. Gleichzeitig entlastet die Lösung das lokale Netz im Werra-Tal.
Für den Anschluss der Windräder investierte K+S einen mittleren sechsstelligen Betrag. Die technischen Arbeiten waren innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Dr. Jens Christian Keuthen, der im Vorstand für die Dekarbonisierung zuständig ist, betonte, dass das Projekt Teil der langfristigen Klimastrategie des Unternehmens sei.
Die direkte Windstromversorgung startet im August und markiert einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045. Bis dahin setzt K+S vorläufig auf Erdgas als Brückentechnologie. Das Vorhaben zeigt, wie Industrieanlagen erneuerbare Energien effizient nutzen können – ohne auf externe Netze angewiesen zu sein.
