Kampf um den On-Demand-Bus Flexo: Salzgitter droht das Aus 2026
On-Demand-Bus "Flexo" in Salzgitter endet 2026 – es sei denn, die Kommunen retten ihn
Der bedarfsgesteuerte Busdienst Flexo in Salzgitter wird im Dezember 2026 eingestellt, sofern sich die örtlichen Gemeinden nicht für eine Fortführung einsetzen. Das Angebot, das derzeit mehrere Orte wie Salzgitter-Thiede und Baddeckenstedt bedient, wird seit seiner Einführung durch regionale Zuschüsse finanziert. Nun setzen sich Schülerinnen, Schüler und Anwohner dafür ein, den Betrieb über das geplante Ende hinaus zu sichern.
Ursprünglich wurde Flexo mit Förderung des Regionalverbands Braunschweig eingeführt, der bis Ende 2026 die Hälfte der Kosten übernimmt. Danach müssen die Kommunen im Rahmen ihrer örtlichen Verkehrsverantwortung die Finanzierung selbst tragen. Einige Regionen wie der Landkreis Gifhorn und Baddeckenstedt haben den Dienst bereits langfristig gesichert – mit Verträgen bis 2033 bzw. 2031.
In Salzgitter hingegen bleibt die Zukunft von Flexo ungewiss. Die 19-jährige Schülerin Ece Hickorkmaz kämpft für den Erhalt des Services, auf den sie für ihre geplante Berufsausbildung nach dem Schulabschluss angewiesen ist. Gemeinsam mit Mitschülern hat sie sich an den Betriebsrat der KVG gewandt, Flyer verteilt und lokale Politiker kontaktiert – darunter Christian Striese, den Bürgermeister des Stadtteils Nordost.
Auch eine von Esila Isbilir gestartete Online-Petition findet Unterstützung: Bis Sonntag unterschrieben bereits 460 Menschen. Die endgültige Entscheidung über eine Verlängerung der Förderung liegt bei den kommunalen Spitzenpolitikern, die noch in diesem Jahr die notwendigen Beschlüsse fassen müssen.
Ohne weitere Schritte wird Flexo in Salzgitter Ende 2026 eingestellt. Die Initiative von Schülern und Bürgern unterstreicht, wie wichtig der Service für Bildung und Alltagsmobilität ist. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die Kommunalpolitik den Bus rettet.






