Kempen startet Verein für elektrisches Carsharing gegen fossile Abhängigkeit
Sylvio ThiesKempen startet Verein für elektrisches Carsharing gegen fossile Abhängigkeit
Neue Initiative in Kempen fördert elektrisches Carsharing in der Region
In Kempen hat sich ein neuer Verein gegründet, der sich für die Verbreitung von elektrischem Carsharing in der gesamten Region einsetzt. Die nun offiziell als eCARsharing Kempen benannte Gruppe will die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern – besonders vor dem Hintergrund steigender Energiekosten. Die Verantwortlichen argumentieren, dass geteilte Elektroautos bald den Besitz mehrerer Fahrzeuge überflüssig machen könnten.
Die Initiative hat über ein Jahr lang verschiedene Modelle für elektrisches Carsharing sowie mögliche Organisationsstrukturen untersucht. Die Mitglieder analysierten bestehende Projekte, bevor sie beschlossen, einen eigenen eingetragenen Verein zu gründen. Die Finanzierung der ersten Schritte – etwa die Gestaltung eines Logos, der Aufbau einer Website und der Druck von Informationsmaterial – stammt bisher ausschließlich aus privaten Spenden.
Der neu gewählte Vorstand geht davon aus, dass sich die öffentliche Einstellung zu Mobilität wandeln wird, sobald die Dekarbonisierung voranschreitet. Sie prognostizieren, dass immer weniger Haushalte ein zweites oder drittes Auto benötigen, sobald elektrische Sharing-Angebote verfügbar sind. Roger Buschfeld, der Vorsitzende des Vereins, verwies auf die durch globale Konflikte getriebenen steigenden Spritpreise als zentralen Grund, den Umstieg von Benzin und Diesel zu beschleunigen.
Die Gruppe steht in engem Austausch mit dem Umwelt- und Klimaschutzamt der Stadt Kempen sowie den lokalen Mobilitätsbeauftragten. Langfristig plant der Verein, zunächst ein Carsharing-Angebot vor Ort einzurichten und die Dienstleistungen später auf benachbarte Gemeinden auszuweiten.
Der Verein verfügt nun über eine klare Struktur und ein definiertes Ziel. Da die Anfangskosten bereits durch private Mittel gedeckt sind, stehen als nächste Schritte die Umsetzung des Services in Kempen an. Bei Erfolg könnte das Modell in den kommenden Jahren auf weitere Teile der Region übertragen werden.






