Kleinbauern kämpfen um ihre Existenz durch Klimawandel und steigende Kosten
Francesco HeinrichKleinbauern kämpfen um ihre Existenz durch Klimawandel und steigende Kosten
Bauernvertreter aus ganz Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifikraum haben dringende Sorgen über die wachsenden Bedrohungen für die bäuerliche Landwirtschaft geäußert. Esther Penunia, Stephen Muchiri und Thomas Patriota sprachen im Namen von 95 Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und wiesen auf die schweren Folgen des Klimawandels und der schwankenden Produktionskosten für ihre Existenzgrundlage hin.
Die Vertreter nannten unberechenbare Niederschläge durch das Wetterphänomen El Niño als eine der größten Herausforderungen für die landwirtschaftliche Produktion. Sie berichteten aus erster Hand von den Auswirkungen der Klimavariabilität und steigender Kosten, die die Landwirtschaft zunehmend erschweren.
Obwohl Kleinbauern mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungskalorien produzieren, erhalten sie nur 0,36 Prozent der internationalen Klimafinanzierung für Anpassungsmaßnahmen direkt. Das Bündnis Family Farmers for Climate Action forderte einen neuen Fonds für Widerstandsfähigkeit und Ermächtigung von Bäuerinnen und Bauern, um sicherzustellen, dass Gelder direkt an Bauernorganisationen fließen.
Die Vertreter betonten, dass Kleinbauern nicht nur vom Klimawandel betroffen sind, sondern auch eine Schlüsselrolle bei seiner Bewältigung spielen. Bauerngesteuerte Lösungen wie agroökologische und naturverträgliche Methoden wurden als Wege vorgestellt, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken und die biologische Vielfalt zu schützen.
Das Bündnis rief zu verstärkten Direktinvestitionen in Kleinbauern auf, um die Klimaresilienz zu verbessern. Die Unterstützung von Familienbetrieben sei entscheidend für die globale Ernährungssicherheit, nachhaltige Landschaften und eine stabile Zukunft, so die Argumentation. Der Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bedeutung der Landwirtschaft für den Klimaschutz zwar zunehmend anerkannt wird, die Finanzierung jedoch weiterhin knapp bleibt.
