Kriminalstatistik 2025 in Vorpommern-Greifswald: Weniger Gewalt, mehr Sexualdelikte
Dora CichoriusKriminalstatistik 2025 in Vorpommern-Greifswald: Weniger Gewalt, mehr Sexualdelikte
Kriminalstatistik 2025 in Vorpommern-Greifswald zeigt gemischte Trends
Im Jahr 2025 wies die Kriminalstatistik für den Landkreis Vorpommern-Greifswald unterschiedliche Entwicklungen auf. Zwar ging die Gesamtzahl der Straftaten leicht zurück, doch in einigen Deliktbereichen gab es deutliche Veränderungen. Die Polizei verzeichnete einen starken Rückgang bei schweren Gewalttaten gegen das Leben, während Sexualstraftaten zunahmen.
Insgesamt wurden 2025 16.355 Straftaten registriert – ein Rückgang um 2,2 Prozent im Vergleich zu 16.729 Fällen im Vorjahr. Trotz dieses leichten Rückgangs blieb die Aufklärungsquote mit 64,4 Prozent nahezu unverändert.
Schwere Gewaltdelikte wie Mord und Totschlag gingen dramatisch um 62,5 Prozent zurück. 2025 gab es nur noch 6 Fälle (2024: 16), die sämtlich aufgeklärt wurden – die Aufklärungsquote lag hier bei 100 Prozent.
Andere Gewaltdelikte, darunter Körperverletzung und Raub, blieben mit 2.592 Fällen auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Die Polizei konnte hier 91,5 Prozent der Taten aufklären, was auf eine effektive Ermittlungsarbeit hindeutet.
Sexualstraftaten stiegen hingegen um 14,4 Prozent auf 389 Fälle an. Dennoch lag die Aufklärungsquote in diesem Bereich mit 89,2 Prozent sehr hoch.
Die Zahlen zeigen zwar einen Rückgang der Gesamtkriminalität, doch die Zunahme von Sexualdelikten gibt Anlass zur Sorge. Die Behörden erreichten insgesamt hohe Aufklärungsquoten, insbesondere bei schweren Gewalttaten. Die Entwicklungen dürften die künftige Polizeistrategie in der Region prägen.






