Lidl Österreich dementiert Streichung von Ostern aus dem Sortiment
Lidl Österreich weist Vorwürfe zurück, Ostern aus dem Sortiment streichen zu wollen
Die Supermarktkette Lidl Österreich hat Bestrebungen dementiert, den Begriff "Ostern" aus ihren Werbeaktionen zu entfernen oder Osterhasen zu verbieten. Die Verwirrung entstand durch unterschiedliche Bezeichnungen für Schokoladenhasen in den Filialen.
Seit Jahren kennzeichnet Lidl einige seiner Schokoladenhasen als "sitzende Hasen", um sie von anderen Produkten abzugrenzen. Diese Namenswahl ist weder neu noch auf Lidl beschränkt – ähnliche Begriffe wie "lustige Hasen" oder "Goldhasen" sind bei anderen Marken seit Jahrzehnten üblich. So verkauft etwa Aldi ebenfalls "sitzende Hasen".
Im aktuellen Prospekt des Unternehmens finden sich verschiedene Bezeichnungen, von "sitzenden Hasen" über "Schokoladenhasen" bis hin zu "Osterhasen". Bekannte Marken wie Milka und Lindt nutzen bereits seit Langem eigene Namen wie Schmunzelhase oder Goldhasen. Eine Blindverkostung im Jahr 2024 listete zudem Beschreibungen wie "sitzende Hasen" oder "hohle Figuren" auf – ein Beleg dafür, wie verbreitet solche Varianten sind.
Warum es unterschiedliche Namen gibt, wurde bisher nicht offiziell erklärt. Aktuell wird die Debatte um die Terminologie von Diskussionen über steigende Schokoladenpreise überlagert, die seit 2024 aufgrund von Kakao-Verträgen um 7 bis 44 Prozent gestiegen sind. Dennoch bleibt die Nachfrage nach Osterartikeln stabil.
Sowohl Lidl Österreich als auch Lidl Deutschland bestätigten, dass Osterhasen weiterhin Teil des saisonalen Angebots sind. Die Verwendung alternativer Bezeichnungen wie "sitzende Hasen" entspricht langjährigen Marketingpraktiken und zielt nicht darauf ab, Osterbräuche abzuschaffen. Der Handel führt nach wie vor eine Vielzahl an Schokoladenhasen unter verschiedenen Namen im Sortiment.






