21 April 2026, 00:26

Marsch für das Leben in München zieht Tausende an – Proteste und Gegenproteste

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer von Bäumen gesäumten Straße in Berlin, mit Kameras in der Hand, vor einem Gebäude und einem klaren Himmel.

Marsch für das Leben in München zieht Tausende an – Proteste und Gegenproteste

Tausende versammelten sich am Samstag in München zum sechsten jährlichen Marsch für das Leben. Die Teilnehmer forderten strengere Schutzmaßnahmen für ungeborene Kinder und warben für das, was sie als eine "Kultur des Lebens" bezeichneten. Die Veranstaltung zog sowohl Befürworter als auch Gegendemonstranten an, was zu kurzen Unterbrechungen während der Kundgebung führte.

Die Veranstalter sprachen von etwa 7.000 Teilnehmern, während die Polizei die Zahl auf 4.500 schätzte. Die hohe Beteiligung wurde als direkte Reaktion auf den wachsenden Druck von Abtreibungsrechtsaktivisten gewertet. Redner wie Silja Fichtner, Vorsitzende von Stimme der Ungeborenen, betonten erneut die Position der Gruppe, das Leben vom Zeitpunkt der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu verteidigen.

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Mehrere römisch-katholische Bischöfe übermittelten Grußbotschaften zur Unterstützung der Veranstaltung. Allerdings sprachen sich weder Heiner Wilmer noch Reinhard Kardinal Marx, der Münchner Erzbischof, für den Marsch aus.

Gegenproteste waren deutlich sichtbar: Rund 1.500 Gegendemonstranten versammelten sich in der Nähe. An einer Stelle blockierte eine Gruppe eine Straße, wodurch der Marsch für etwa 45 Minuten zum Stillstand kam. Trotz der Störung setzten die Teilnehmer ihre Kampagne gegen Abtreibung fort.

Der nächste Marsch für das Leben ist bereits geplant – am 19. September sollen Veranstaltungen in Berlin und Köln stattfinden. Die Münchner Kundgebung endete mit dem Hinweis der Organisatoren, die starke Teilnahme zeige eine wachsende Dynamik der Bewegung. Die Polizei sorgte trotz der vorübergehenden Behinderung durch Gegendemonstranten für Ordnung. Die Veranstaltung unterstrich die anhaltende Debatte über Abtreibungsrechte in Deutschland.

Quelle