Martin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber durch Doping-Disqualifikation
Francesco HeinrichMartin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber durch Doping-Disqualifikation
Der deutsche Triathlet Martin Schulz hat bei den Paralympischen Spielen 2024 in Paris nachträglich die Silbermedaille im Sprintwettbewerb erhalten. Die Aufwertung erfolgte, nachdem der ursprüngliche Zweitplatzierte, der Brasilianer Ronan Nunes Cordeiro, wegen Dopings disqualifiziert worden war. Schulz, 36, war zunächst als Dritter ins Ziel gekommen, bevor die Entscheidung im März 2026 revidiert wurde.
Schulz, der für den SC DHfK Leipzig startet, ging in Paris als Teil der deutschen Paralympics-Mannschaft an den Start. Seine Bronzemedaille wurde nachträglich zu Silber hochgestuft, nachdem Cordeiro bei einer Wettkampfkontrolle positiv auf das verbotene Mittel 19-Norandrosteron getestet worden war. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte Cordeiro bereits im Oktober 2024 vorläufig gesperrt.
Das IPC-Anti-Doping-Tribunal bestätigte die Disqualifikation im Januar 2026 und strich sämtliche Ergebnisse Cordeiros von den Spielen in Paris. Die World Triathlon wird nun über mögliche weitere Sanktionen gegen den brasilianischen Athleten entscheiden. Schulz, der bereits zwei Paralympics-Titel errungen hat, ist zudem bis 2029 Mitglied im Athletenkomitee der World Triathlon.
Mit dem Urteil rückt Schulz offiziell auf den zweiten Platz im Sprintwettbewerb vor. Die Aufwertung seiner Medaille folgte einem langen Prüfverfahren durch die Anti-Doping-Behörden. Der Fall Cordeiro wird von der World Triathlon weiterhin untersucht.






