Mieterbund fordert einkommensabhängige Mietpreisanpassungen für mehr Gerechtigkeit
Sylvio ThiesMieterbund fordert einkommensabhängige Mietpreisanpassungen für mehr Gerechtigkeit
Der Präsident des deutschen Mieterbunds hat eine grundlegende Reform der Mietpreisanpassungen gefordert. Axel Gedaschko plädiert für ein neues System, in dem Mieterinnen und Mieter je nach Einkommen unterschiedliche Beträge zahlen. Die aktuellen Regelungen belasteten seiner Ansicht nach einkommensschwächere Haushalte unzumutbar.
Bisher können Vermieter die Kosten für Sanierungsmaßnahmen gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko kritisiert, dass dieses Vorgehen die finanziellen Unterschiede zwischen den Haushalten ignoriert. Als Beispiel nannte er eine alleinerziehende Mutter, die als Krankenschwester arbeitet und nur 4,50 Euro Kaltmiete zahlt – trotzdem aber mit denselben Zusatzkosten belastet wird wie wohlhabendere Nachbarn.
Stattdessen schlägt Gedaschko ein gestaffeltes Modell vor, bei dem Besserverdiener einen höheren Anteil an den Modernisierungskosten tragen. Die aktuelle Praxis setze einkommensschwache Mieter unter einen unangemessenen Druck, betonte er. Es bestehe Handlungsbedarf, forderte er die Regierungskoalition auf, die Regeln unverzüglich zu reformieren.
Der Vorschlag des Mieterbunds sieht vor, die Mieterbeiträge direkt an das Einkommen der Haushalte zu koppeln. Sollte die Änderung umgesetzt werden, würden höhere Einkommensgruppen stärker an den Kosten beteiligt. Nun liegt es an den politischen Entscheidungsträgern, auf Gedaschkos Initiative zu reagieren.






