02 April 2026, 10:19

Mönchengladbach diskutiert Wärmewende: Wie lokale Projekte die Energiezukunft prägen

Tortendiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, unterteilt in Abschnitte für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasser, Heißwasserheizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Mönchengladbach diskutiert Wärmewende: Wie lokale Projekte die Energiezukunft prägen

Regionale Wärmekonferenz in Mönchengladbach: Lokale Initiativen treiben nachhaltige Wärmewende voran

Vom 27. bis 28. Januar 2026 trafen sich in Mönchengladbach Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Energiebranche, um über die Zukunft klimafreundlicher Wärmeversorgung zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Konferenz standen strukturelle Veränderungen in Städten – insbesondere die Umnutzung des Standorts des Kraftwerks Frimmersdorf sowie neue Möglichkeiten zur Abwärmenutzung. Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen betonte in seiner Rede die Bedeutung lokaler Projekte für eine bezahlbare und klimaneutrale Energieversorgung.

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Die Veranstaltung diente als zentrale Plattform für Vernetzung und Ideenaustausch zur Wärmewende. Ein Schwerpunktthema war die 2022 gegründete NEW Smart Grevenbroich GmbH, eine Tochtergesellschaft der NEA GmbH. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, Bürger:innen und Betriebe in Grevenbroich mit nachhaltiger, sicherer und klimafreundlicher Wärme zu versorgen.

Seit ihrer Gründung setzt die NEW Smart Grevenbroich auf klimaneutrale Fernwärme durch Power-to-Heat-(P2H)-Anlagen, die Ökostrom und biogene Reststoffe zur Wärmeerzeugung nutzen. Ein Leuchtturmprojekt startete 2023 mit dem Bau einer 20-Megawatt-P2H-Anlage am Standort Grevenbroich-Süd – realisiert in Partnerschaft mit RWE. Parallel erweitert das Unternehmen gemeinsam mit den Stadtwerken Grevenbroich Biogasanlagen, um bis 2025 eine teilweise CO₂-neutrale Wärmeversorgung zu erreichen.

Bürgermeister Krützen unterstrich die Notwendigkeit, wirtschaftliche Wertschöpfung mit einer bezahlbaren und nachhaltigen Wärmeversorgung zu verbinden. Gleichzeitig verwies er auf das Potenzial, energieintensive Unternehmen durch effizientere Abwärmenutzung anzuziehen. Die Diskussionen machten deutlich: Die Wärmewende gelingt nur mit engagiertem lokalem Handeln.

Die Konferenz endete mit einem klaren Fokus auf praxisnahe Lösungen für die nachhaltige Wärmeversorgung. Die Projekte der NEW Smart Grevenbroich GmbH – darunter die 20-MW-P2H-Anlage und der Ausbau der Biogasnutzung – werden eine Schlüsselrolle für die energetische Zukunft Grevenbroichs spielen. Sie sollen nicht nur klimafreundliche Wärme sichern, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region stärken.

Quelle