19 March 2026, 14:27

Natruper Holz: Wie Osnabrück Ökologie und Holzwirtschaft vereint

Ein Plakat mit einer detaillierten Zeichnung eines grünen, blättrigen Baums mit der fetten Überschrift "Forstgärtnern" darüber.

Natruper Holz: Wie Osnabrück Ökologie und Holzwirtschaft vereint

Osnabrücks Natruper Holz: Ein Wald im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Holzwirtschaft

Der Osnabrücker Stadtwald Natruper Holz wird mit Bedacht bewirtschaftet, um ökologische Gesundheit und Holzproduktion in Einklang zu bringen. Das 220,1 Hektar große Gebiet – etwa so groß wie 314 Fußballfelder – wird umgestaltet, um heimische Arten zu fördern und die Klimaresilienz zu stärken. Die Stadt rechnet in diesem Jahr mit Erlösen aus dem Holzverkauf im unteren fünfstelligen Bereich.

Die Bewirtschaftungsstrategie setzt auf alte, einheimische Baumriesen mit ausladenden Kronen und fördert gleichzeitig eine altersdurchmischte Struktur für natürliche Verjüngung. Laubbäume prägen mit 88 Prozent den Wald; besonders geschätzt werden Arten wie Stiel-Eiche, Buche, Vogel-Kirsche und Ahorn. Doch die Buche breitet sich rasant aus – eine Gefahr für die Eiche, die mehr Insektenarten beherbergt als jeder andere heimische Baum.

Um gezielt eingreifen zu können, beginnen im Frühjahr Markierungsarbeiten an den Bäumen. Verschiedene Farben kennzeichnen dann die geplanten Maßnahmen – von Erhalt bis zu gezielter Auslichtung. Habitatbäume und Totholz bleiben unangetastet, um die biologische Vielfalt und das ökologische Gleichgewicht zu schützen.

Ziel ist ein klimastabiler Mischwald, der Umweltveränderungen standhält. Jeder Abschnitt des Natruper Holzes erfordert maßgeschneiderte Lösungen, denn ein einheitlicher Ansatz passt nicht für alle Bereiche. Der Wald erfüllt dabei mehrere Funktionen: Er bietet Lebensraum für Tiere, speichert CO₂, liefert Holz und dient den Bürgerinnen und Bürgern als Naherholungsgebiet.

Trotz Bedenken wegen der Dominanz der Buche gibt es bisher keine konkreten Pläne, ihre Ausbreitung einzudämmen oder Eichenbestände gezielt zu schützen.

Die gemeinsame Arbeit der Osnabrücker Naturschutz- und Forstbehörde mit den Städtischen Betrieben soll die Zukunft des Waldes sichern. Die Erlöse aus der Holzwirtschaft kommen der Stadt zugute, während gleichzeitig die ökologische Vielfalt bewahrt wird. Langfristig entscheidet sich der Erfolg daran, ob es gelingt, wirtschaftliche Interessen mit dem Erhalt heimischer Arten und Lebensräume in Einklang zu bringen.

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