19 March 2026, 16:22

Serengeti-Park verklagt Logistiker wegen jahrelangem Airbus-Fiasko

Ein Monarch Airlines Airbus A320-200 auf einer von Gras umgebenen Rollbahn, einem Zaun mit Pfählen und Brettern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Serengeti-Park verklagt Logistiker wegen jahrelangem Airbus-Fiasko

Serengeti-Park in Hodenhagen verklagt Logistikunternehmen wegen verzögertem Airbus-Transport

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Serengeti-Park in Hodenhagen verklagt ein Logistikunternehmen wegen eines jahrelang verzögerten Airbus-Transportprojekts. Der Park wirft dem Unternehmen vor, eine mangelhafte Machbarkeitsstudie erstellt zu haben, die zu vier Jahren Verzögerung und zusätzlichen Kosten führte. Nun fordert er 2,4 Millionen Euro Schadensersatz.

Im Mittelpunkt des Streits steht der Transport eines ausgemusterten Airbus mit dem Namen Kurt Schumacher in den Park. Ursprünglich als zügige Aktion geplant, stockte das Projekt, als Behörden feststellten, dass die Route durch drei geschützte Landschaftsgebiete führte. Es waren Sondergenehmigungen erforderlich – doch die Studie des Logistikunternehmens habe dies laut Parkangaben nicht berücksichtigt.

Erst im späten Oktober 2023 erreichte der Airbus nach jahrelangen Verzögerungen den Park. Er wurde auf einem Schwerlasttransporter durch die Schutzgebiete gebracht. Parksbesitzer Fabrizio Sepe erklärte, er hätte das Flugzeug nicht erworben, wenn ihm die Genehmigungsprobleme von Anfang an bekannt gewesen wären.

Das Logistikunternehmen wies die Vorwürfe zurück und argumentiert, seine Studie habe sich lediglich auf die technische Machbarkeit beschränkt. Genehmigungsfragen lägen außerhalb seines Aufgabenbereichs. Unterdessen plant der Park, das ehemalige Militärflugzeug noch in diesem Sommer in ein Restaurant mit 200 Plätzen umzubauen.

Die Klage schreitet nun voran: Der Serengeti-Park verlangt Entschädigung für die Verzögerungen und die angefallenen Mehrkosten. Bei Erfolg würde die Zahlung von 2,4 Millionen Euro die finanziellen Folgen der langwierigen Umsetzung decken. Der Fall sorgt in Deutschland für Aufmerksamkeit – im Fokus steht nicht mehr der Transport selbst, sondern der juristische Streit um die Verantwortung.

Quelle