Niedersachsen diskutiert den Internationalen Frauentag als neuen Feiertag
Francesco HeinrichNiedersachsen diskutiert den Internationalen Frauentag als neuen Feiertag
Initiative für Internationalen Frauentag als Feiertag in Niedersachsen gewinnt an Fahrt
Die Kampagne, den Internationalen Frauentag am 8. März in Niedersachsen zu einem gesetzlichen Feiertag zu erklären, hat an Schwung gewonnen. Der von Gewerkschaften und Frauenverbänden unterstützte Vorschlag wird nun im Landtag beraten. Befürworter argumentieren, dass die Einführung das Problem der geringen Anzahl an Feiertagen in dem Bundesland lösen würde.
Den Anstoß für die Forderung gab ein Bündnis aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Verdi-Gewerkschaft und dem Landesfrauenrat. Ihre Petition sammelte innerhalb kurzer Zeit über 5.000 Unterschriften, woraufhin der Petitionsausschuss das Anliegen auf die Tagesordnung der Vollversammlung setzte.
Das Innenministerium prüft den Antrag derzeit. Damit er Erfolg hat, müsste eine Fraktion einen offiziellen Gesetzesantrag einbringen. Die Initiatoren planen, in den kommenden Wochen Abgeordnete und die Öffentlichkeit zu überzeugen – unter anderem mit Kundgebungen vor dem Landtag während der nächsten Plenarsitzung.
Niedersachsen hat mit derzeit nur zehn Feiertagen die wenigsten aller Bundesländer. Zwar äußerten einige Wirtschaftsverbände Bedenken wegen möglicher wirtschaftlicher Folgen, doch frühere Erfahrungen in anderen Regionen zeigten, dass zusätzliche Feiertage keine messbaren negativen Effekte hatten.
Die Petition hat bereits die notwendige Anzahl an Unterschriften überschritten, um eine parlamentarische Debatte auszulösen. Die Bewertung des Innenministeriums wird über das weitere Vorgehen entscheiden. Bei einer Zustimmung würde Niedersachsen zu den Bundesländern aufschließen, die den Internationalen Frauentag bereits als Feiertag anerkennen.
