27 March 2026, 08:18

Nitrendipin-Mangel in Deutschland hält an: Blutdruckpatienten ohne Medikamente

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Todesfälle durch Benzodiazepine in den Vereinigten Staaten zeigt, begleitet von erklärendem Text.

Nitrendipin-Mangel in Deutschland hält an: Blutdruckpatienten ohne Medikamente

Blutdruckpatienten leiden unter anhaltendem Nitrendipin-Mangel in Deutschland

Patienten, die auf das Blutdruckmittel Nitrendipin angewiesen sind, sehen sich in ganz Deutschland weiterhin mit Lieferengpässen konfrontiert. Das Problem besteht bereits seit dem letzten Sommer – alle vier großen Hersteller kommen mit der Nachfrage nicht nach. Sowohl die 10-Milligramm- als auch die 20-Milligramm-Dosierung sind weiterhin knapp, sodass Ärzte auf Alternativen wie Amlodipin oder Lercanidipin ausweichen müssen.

Nitrendipin gehört zur Gruppe der Kalziumantagonisten, auch Kalziumkanalblocker genannt. Diese Wirkstoffe verhindern, dass Kalzium in die glatten Muskelzellen der Blutgefäße eindringt, und tragen so dazu bei, die Arterien entspannt und den Blutdruck unter Kontrolle zu halten. Für Patienten mit Herzinsuffizienz oder solche, die sich von einem kürzlichen Herzinfarkt erholen, sind sie jedoch nicht geeignet.

Betroffen sind Präparate von vier deutschen Herstellern: Aristo, Ratiopharm, Aliud Pharma und AbZ. Aristo hat bestätigt, dass die 20-Milligramm-Tabletten voraussichtlich mindestens bis Jahresende nicht verfügbar sein werden – Grund sind Produktionsprobleme. Ratiopharm und Aliud Pharma erwarten, die Lieferung der 20-Milligramm-Variante bis Ende März wieder aufnehmen zu können, während AbZ mit einer Wiederverfügbarkeit erst ab Ende Mai rechnet.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) führt Nitrendipin bereits seit Monaten auf seiner Liste der gemeldeten Arzneimittelknappheiten. Das Problem ist Teil eines größeren Trends: Engpässe bei der Versorgung betreffen inzwischen zahlreiche Wirkstoffgruppen, darunter auch ältere Medikamente wie Nitrendipin.

Bis auf Weiteres müssen Patienten und Ärzte mit Ersatzpräparaten ausweichen, wo dies möglich ist. Zwar planen einige Hersteller, die Produktion in den kommenden Monaten wieder aufzunehmen, bei anderen verzögern sich die Lieferungen jedoch bis ins späte Jahr 2024. Die Situation unterstreicht die grundsätzlichen Herausforderungen, die stabilen Zugang zu essenziellen Arzneimitteln zu sichern.

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