Orkan "Goretti" legt Europa lahm: Schneechaos, Stromausfälle und gestrichene Großveranstaltungen
Sylvio ThiesOrkan "Goretti" legt Europa lahm: Schneechaos, Stromausfälle und gestrichene Großveranstaltungen
Sturm "Goretti" fegt über Europa und bringt Orkanböen und heftige Schneefälle
Der heftige Sturm hat den Verkehr lahmgelegt, die Stromversorgung unterbrochen und große Veranstaltungen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien beeinträchtigt.
Zuerst traf der Sturm Norddeutschland und zwang die Deutsche Bahn, den Fernverkehr bis Sonntag komplett einzustellen. Im Großraum Hannover bleibt der Zugverkehr mindestens bis Freitagmittag ausgesetzt. Als Ausweichrouten wurden Verbindungen zwischen Berlin und Hamburg über Uelzen und Stendal eingerichtet, wobei stündlich ICE-Züge in Salzwedel, Stendal und abwechselnd in Lüneburg oder Uelzen halten. Zudem verkehren zwei bis drei zusätzliche Flixtrains pro Tag. Mit den Umleitungen ist bis zum 13. oder 14. Juni 2026 zu rechnen.
Aufgrund der extremen Wetterbedingungen fiel auch das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig wegen starker Schneefälle aus. Unterdessen stellte der Flughafen Birmingham den Betrieb ein, und das Kreuzfahrtschiff AIDAnova änderte seine Route und strich den letzten Stopp in Southampton.
In Frankreich hinterließ Sturm "Goretti" rund 380.000 Haushalte ohne Strom. Der Energiekonzern EDF schaltete das Kernkraftwerk Flamanville vorsorglich ab. Trotz der massiven Beeinträchtigungen betonte Meteorologe David Menzel, es handele sich um "kein Jahrhundertereignis".
Der Sturm sorgt weiterhin für erhebliche Verspätungen im Verkehr, Stromausfälle und Absagen von Veranstaltungen in mehreren Ländern. Bahnbetreiber, Flughäfen und Energieversorger passen ihre Abläufe an, während "Goretti" weiter über die Region zieht.






