Tommi Piper: Vom Alf-Star zur Münchner Tafel – ein Schicksalsschlag
Tommi Piper, der Synchronsprecher, der in Deutschland vor allem als Stimme von Alf bekannt wurde, steckt in finanziellen Nöten. Der 80-Jährige, der in seiner Karriere an über 150 Filmen mitwirkte, ist mittlerweile auf die Münchner Tafel angewiesen. Trotz eines langen Schaffens im Unterhaltungsbusiness reichen seine magere Rente und die immer seltener werdenden Jobangebote kaum noch aus, um die grundlegendsten Ausgaben zu bestreiten.
Piper besuchte kürzlich zum ersten Mal eine Tafel – zunächst mit Scham, doch die herzliche Aufnahme ließ ihn die Situation bald anders sehen. Seine Geldsorgen haben sich so zugespitzt, dass er sein Auto verkaufen musste und sich Luxus längst nicht mehr leisten kann. Mit einer kleinen Rente und gelegentlicher Unterstützung durch seinen Sohn kommt er nur noch knapp über die Runden.
Seine Karriere, die neben der deutschen Stimme von Alf auch Rollen in Pippi Langstrumpf umfasste, ist längst zum Erliegen gekommen. Da Aufträge für Synchronisationen und Schauspielengagements kaum noch hereinkommen, zieht er nun ein betreutes Wohnen als mögliche Lösung für sein Alter und seine Umstände in Betracht.
Trotz aller finanziellen Engpässe ist Piper dankbar, überhaupt noch ein Zuhause zu haben. Zudem hat er sich ein neues Projekt vorgenommen: eine Autobiografie, die er gemeinsam mit Johannes Maria Brunner verfasst. Bisher wurde das Buch jedoch von 40 Verlagen abgelehnt. Trotz eigener Not engagiert er sich weiterhin für andere – etwa für seine ukrainische Putzfrau, die vor dem Krieg floh und ihn nun zur Tafel begleitet.
Pipers Schicksal steht exemplarisch für die Herausforderungen, mit denen ältere Schauspieler konfrontiert sind, deren Einkommen unsicher und unregelmäßig sind. Zwar hat er noch ein Dach über dem Kopf, doch der Gang zur Tafel und die Abhängigkeit von familiärer Hilfe bilden einen schroffen Kontrast zu seiner einst blühenden Karriere. Ob seine Memoiren doch noch veröffentlicht werden, bleibt ungewiss – fest steht jedoch, dass er weiterhin nach Wegen sucht, sich den Gegebenheiten anzupassen.






