14 April 2026, 16:19

Revolution im Bau: Carbonbeton soll 80 Prozent Ressourcen sparen

Betongebäude mit einem Weg, umgeben von grünem Gras, Pflanzen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Revolution im Bau: Carbonbeton soll 80 Prozent Ressourcen sparen

Ein neues Projekt will die Bauindustrie revolutionieren, indem es karbonbewehrten Beton für die industrielle Nutzung maßstabsgetreu einsetzt. Unter der Leitung des Leipziger Unternehmens Kahnt & Tietze GmbH sind Forscher der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und der TU Dresden an der Initiative beteiligt. Die Technologie verspricht, den Ressourcenverbrauch um bis zu 80 Prozent zu senken und gleichzeitig Gebäude leichter und langlebiger zu machen.

Das Projekt wurde offiziell im CUBE-Gebäude auf dem Campus der TU Dresden gestartet. Ziel ist es, karbonbewehrten Beton aus den Forschungslaboren in die breite industrielle Produktion zu überführen. In den kommenden vier Jahren soll in Leipzig eine Pilotanlage errichtet und getestet werden.

Kohlenstoffbewehrter Beton bietet entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichen stahlbewehrten Varianten: Er ermöglicht schlankere, leichtere und langlebigere Bauteile. Dadurch ließe sich die Umweltbelastung durch den Bausektor deutlich verringern – immerhin verursachen Gebäude in Deutschland derzeit 40 Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Vorhaben mit rund 14 Millionen Euro. Bis Ende 2029 werden Forscher und Ingenieure daran arbeiten, das Material für den großflächigen Einsatz zu optimieren.

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Bei Erfolg könnte das Projekt die Art und Weise, wie in Deutschland gebaut wird, grundlegend verändern. Der Umstieg auf karbonbewehrten Beton könnte zu leichteren, stabileren Konstruktionen führen und gleichzeitig den Materialverbrauch drastisch reduzieren. Die Pilotanlage in Leipzig wird als zentraler Prüfstand dienen, bevor die Technologie flächendeckend in der Industrie eingeführt wird.

Quelle