20 April 2026, 14:26

Rheinische Post will westfälische Zeitungen übernehmen und Marktführer werden

Schwarze Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Überschrift "Weitpreubliche Zeitung", die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Atmosphäre zeigt.

Rheinische Post will westfälische Zeitungen übernehmen und Marktführer werden

Die Rheinische Post hat Pläne bekannt gegeben, eine Gruppe westfälischer Zeitungen samt ihrer Online-Plattformen zu übernehmen. Dieser Schritt, der Anfang März bekannt wurde, würde das Unternehmen nach Abschluss des Deals zum größten Tageszeitungsverlag in Nordrhein-Westfalen machen. Die Übernahme unterstreicht einen wachsenden Trend zur Medienkonzentration in Deutschland.

Die Rheinische Post bestätigte zu Beginn des März ihre Absicht, die westfälischen Titel inklusive ihrer Digitalangebote zu übernehmen. Falls der Deal zustande kommt, würde sich ihre Reichweite in der Region deutlich vergrößern.

Die regulatorische Genehmigung liegt nun beim Bundeskartellamt. dessen Prüfung sich jedoch ausschließlich auf den Wettbewerb konzentrieren wird – konkret darauf, wie sich die Fusion auf Leserzahlen und Werbeeinnahmen auswirkt. Rechtlich darf die Behörde mögliche Folgen für die journalistische Vielfalt oder das Meinungsspektrum für die Leser nicht berücksichtigen.

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Die geplante Übernahme spiegelt eine branchenweite Entwicklung wider: Immer mehr Medienhäuser schließen sich zu großen Konzernen zusammen, wodurch die Zahl unabhängiger Verlage auf dem Markt sinkt.

Durch die Übernahme würde die Rheinische Post ihre Position als führende Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen weiter festigen. Die Entscheidung des Bundeskartellamts wird sich allein an Wettbewerbsregeln orientieren, nicht an der redaktionellen Vielfalt. Ein endgültiger Beschluss wird in den kommenden Monaten erwartet.

Quelle