11 May 2026, 04:17

Sachsen will VW-Zwickau mit chinesischen E-Auto-Herstellern retten – doch es gibt Haken

Schwarze und weiße Werbung für die Louis Eilers Hannover-Herrenhausen-Fabrik, die das Fabrikgebäude mit begleitendem Text zeigt.

Sachsen will VW-Zwickau mit chinesischen E-Auto-Herstellern retten – doch es gibt Haken

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat eine Partnerschaft zwischen Volkswagen und chinesischen Herstellern von Elektrofahrzeugen am Standort Zwickau vorgeschlagen. Das Vorhaben zielt darauf ab, Arbeitsplätze zu sichern und die bisher ungenutzten Produktionskapazitäten der Fabrik besser auszulasten. Die Nachfrage nach den in Zwickau gefertigten VW-ID-Modellen ist in den letzten Monaten hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Das Werk in Zwickau wurde 2019 zur rein elektrischen Fahrzeugfabrik umgerüstet. Seitdem kämpft Volkswagen mit einer geringeren Nachfrage nach seinen ID-Modellen als prognostiziert, was zu Produktionskürzungen und Stellenabbau führte. Rund 10.000 Beschäftigte arbeiten direkt am Standort, weitere 30.000 Jobs hängen indirekt davon ab.

Panter regte ein Joint Venture mit einem chinesischen Automobilhersteller an, um die ungenutzten Kapazitäten zu füllen. Er betonte, dass China mittlerweile eine Führungsrolle in der E-Mobilität einnehme und zu einem zentralen Akteur in der Branche geworden sei. Gleichzeitig verwies er darauf, dass für eine solche Zusammenarbeit klare europäische Regeln und Standards unverzichtbar seien.

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Ursprünglich hatte Volkswagen geplant, das Werk Zwickau bis zum 1. Januar 2027 in die Volkswagen AG zu integrieren. Diese Entscheidung wurde nun verschoben, was die Suche nach neuen Lösungen dringlicher macht.

Mit dem Vorschlag sollen Arbeitsplätze gesichert und die Produktion am Standort Zwickau aufrechterhalten werden. Gelingt die Partnerschaft, könnte sie Volkswagen helfen, sich an die veränderten Marktanforderungen anzupassen. Die nächsten Schritte hängen von Verhandlungen und behördlichen Genehmigungen ab.

Quelle