31 March 2026, 16:26

Sachsens Apothekensterben hält an – trotz leichter Besserung 2025

Außenansicht des Generics Pharmacy Geschäftes mit umliegenden städtischen Elementen unter einem klaren blauen Himmel.

Sachsens Apothekensterben hält an – trotz leichter Besserung 2025

Apotheken in Sachsen schließen weiter in alarmierendem Tempo – trotz leichter Verlangsamung 2025

Trotz einer geringfügigen Abschwächung im Jahr 2025 schließen in Sachsen weiterhin Apotheken in besorgniserregendem Ausmaß. Göran Donner, Präsident des Sächsischen Apothekerverbandes, warnt, dass der Abwärtstrend ungebremst anhält. Als Hauptgründe nennt er wirtschaftliche Belastungen und Personalmangel.

Zwischen 2016 und 2020 verlor Sachsen 36 Apotheken. Danach beschleunigte sich das Sterben der Standorte: Allein von 2021 bis Ende 2025 mussten 85 weitere schließen. Im vergangenen Jahr verschwanden 13 Apotheken aus der Region.

Donner betont, dass finanzielle Instabilität das Kernproblem darstelle. Ohne ausreichende Förderung könnten viele Apotheken – besonders in ländlichen Gebieten – nicht überleben. Die Lage hat sich so zugespitzt, dass die Gesamtzahl der öffentlichen Apotheken in Sachsen 2026 erstmals unter 900 gefallen ist.

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Auch der Fachkräftemangel treibt die Schließungen voran. Donner argumentiert, dass nur wirtschaftlich gesicherte Apotheken die erweiterten Gesundheitsleistungen erfüllen können, wie sie im Entwurf des Apothekenreformgesetzes vorgesehen sind. Er warnt: Falls der Bund die Gebührenanpassungen weiter verzögert, werde die flächendeckende Gesundheitsversorgung in Sachsen – vor allem in dünn besiedelten Regionen – bald nicht mehr aufrechterhalten werden können.

Zwar war der Rückgang der Schließungen 2025 nur halb so stark wie im Vorjahr, doch der Gesamttrend bleibt dramatisch. Der kontinuierliche Schwund an Apotheken gefährdet die Versorgung mit essenziellen Gesundheitsleistungen in ganz Sachsen. Ohne schnelle Lösungen für die Finanzierungslücken und den Personalnotstand droht sich die Krise weiter zu verschärfen. Donners Appelle unterstreichen die Dringlichkeit von Sofortmaßnahmen, um den Sektor zu stabilisieren – bevor noch mehr Apotheken für immer ihre Türen schließen.

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