Schweinsteigers umstrittene Aussagen entfachen Rassismus-Debatte im Fußball
Francesco HeinrichSchweinsteigers umstrittene Aussagen entfachen Rassismus-Debatte im Fußball
Die deutsche Mannschaft sicherte sich mit einem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste den Erfolg in ihrem Gruppenspiel. Das Spiel folgte auf umstrittene Äußerungen von Bastian Schweinsteiger über den Spielstil der ivorischen Mannschaft. Seine Kommentare lösten Kritik und Debatten unter Trainern und Funktionären aus.
Schweinsteiger bezeichnete den Fußball der Elfenbeinküste als „etwas afrikanischen Fußball, etwas unorthodox, etwas wild, vielleicht auch nicht so stark von Taktik geprägt“ und als unberechenbar. Später präzisierte er, er habe niemanden verletzen wollen, und sah seine Worte als reine fußballerische Analyse an.
Der ivorische Trainer Emerse Faé widersprach vehement. Er stufte Schweinsteigers Aussagen als rassistisch ein. Faé hatte sein Team erst kürzlich zu einem historischen 2:0-Sieg gegen Curaçao geführt und damit erstmals die Qualifikation für die K.-o.-Phase einer Weltmeisterschaft erreicht.
ARD-Intendant Axel Balkausky verteidigte Schweinsteiger. Er argumentierte, es handele sich um eine fachliche Einschätzung des Spiels und nicht um eine rassistische Aussage. Bundestrainer Jürgen Klopp zeigte sich bei der Frage nach dem Vorfall zurückhaltend, nannte das Thema „ernst“ und gab an, nicht zu wissen, was er dazu sagen solle.
Die Diskussion um Schweinsteigers Äußerungen hält derweil an. Die Elfenbeinküste zog nach ihrem Sieg gegen Curaçao in die nächste Runde ein, während Deutschland mit dem Erfolg gegen die Ivorianer im Turnier auf Kurs bleibt.
