14 April 2026, 10:19

Siemens plant radikale Umstrukturierung zu einer vereinten Tech-Gruppe

Zeugnis für Inhaberaktien der Landore Siemens Steel Company Limited, ein Papierdokument mit gedrucktem Text einschließlich des Firmennamens und der Adresse.

Siemens plant radikale Umstrukturierung zu einer vereinten Tech-Gruppe

Siemens plant eine umfassende interne Umstrukturierung im Rahmen seiner langfristigen Strategie, sich zu einer stärker vereinten Technologiegruppe zu entwickeln. Im Zuge der Neuordnung könnten zwei der wichtigsten Sparten des Konzerns aufgelöst werden. Nach aktuellem Stand sind jedoch keine Stellenstreichungen vorgesehen.

Der Schritt folgt auf die Ankündigung von Vorstandschef Roland Busch vor eineinhalb Jahren, Siemens zu einem "One Tech Company"-Konzerne umzugestalten. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Abläufe zu straffen, indem doppelte Funktionen abgebaut und parallele Technologieentwicklungen vermieden werden. Betroffen von den Änderungen sind vor allem die Bereiche Vertrieb, Einkauf und Produktentwicklung.

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Laut den Plänen könnten die Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure aufgelöst werden. Ihre Geschäftsbereiche würden dann direkt der Siemens-Konzernführung unterstellt. Diese Umstellung soll die Zusammenarbeit zwischen den verbleibenden Unternehmensteilen verbessern.

Die Neuordnung würde auch die Rollen der aktuellen Spartenchefs verändern. Matthias Rebellius, der Smart Infrastructure leitet, und Cedrik Neike, Chef von Digital Industries, könnten ihre Verantwortungsbereiche neu zugewiesen bekommen. Siemens wollte die Details nicht bestätigen und lehnte eine Stellungnahme zu einem Bericht der Handelsblatt ab.

Ziel der Umstrukturierung ist es, Siemens von einem weit verzweigten Mischkonzern zu einem stärker integrierten Technologieunternehmen umzubauen. Die Ausgliederung von Siemens Healthineers im vergangenen Jahr war ein erster Schritt in diese Richtung.

Die geplanten Veränderungen markieren einen deutlichen Wandel in der Organisation des Konzerns. Durch den Abbau überflüssiger Strukturen erhofft sich Siemens effizientere Arbeitsabläufe. Die Konzernführung wird künftig eine stärkere Aufsicht über die betroffenen Geschäftsbereiche übernehmen.

Quelle