SkF schließt nach 100 Jahren Braunschweiger Beratungsstelle – Caritas übernimmt
Sylvio ThiesSkF schließt nach 100 Jahren Braunschweiger Beratungsstelle – Caritas übernimmt
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt nach über 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig
Wegen fehlender finanzieller Mittel muss der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Beratungsstelle in Braunschweig nach mehr als einem Jahrhundert schließen – trotz des Engagements der Ehrenamtlichen und Mitarbeiterinnen.
Im vergangenen Jahr nutzten fast 330 Frauen und Familien die Angebote der Einrichtung. Weitere 89 Familien nahmen an präventiven Programmen teil, darunter eine Eltern-Kind-Gruppe im Stadtteil Westlicher Ring. Dazu zählten Projekte wie „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“, die nun eingestellt werden.
Der SkF bedankte sich bei allen Spenderinnen, Spendern und Stiftungen in der Region für ihre Unterstützung, darunter die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und die Stiftung Großes Waisenhaus. Auch der lokale SkF-Verein in Braunschweig wird Ende des Monats aufgelöst.
Ab dem 1. Juli übernimmt der Caritasverband die Beratungsangebote am selben Standort in der Kasernenstraße 30. Die Schwangerschaftsberatung wird nahtlos fortgeführt, für ratsuchende Frauen ändert sich nichts. Karen Vogel, die scheidende Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin des SkF, bleibt in Teilzeit bei Caritas beschäftigt.
Für die übrigen Projekte wie „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“ wurden bisher keine neuen Träger gefunden. Mit der Schließung endet die langjährige Präsenz des SkF in der Stadt. Die Schwangerschaftsberatung wird künftig von Caritas in den bisherigen Räumlichkeiten weitergeführt.
