Solingens Innenstadt im Abwärtssog: Warum Leerstand und fehlende Treffpunkte die City bedrohen
Francesco HeinrichSolingens Innenstadt im Abwärtssog: Warum Leerstand und fehlende Treffpunkte die City bedrohen
Solingens Innenstadt kämpft mit Leerstand, weniger Angeboten und fehlenden Treffpunkten
Die City leidet seit Jahren unter einem schleichenden Niedergang: Geschäfte stehen leer, das Warenangebot schrumpft, und es mangelt an Orten zum Essen oder geselligen Beisammensein. Wirtschaftliche und soziale Probleme haben die Lage zusätzlich verschärft – die Stadt steckt in einer schwierigen Situation.
Die Ursachen für den Abwärtstrend liegen nur teilweise in Solingens Hand. Der Onlinehandel und die Ballung wichtiger Dienstleistungen in größeren Städten spielen eine zentrale Rolle. Zwar hat die lokale Politik verschiedene Projekte und Fachkonzepte auf den Weg gebracht, doch ein übergreifender Masterplan fehlt bisher.
Ganzheitliche Lösung für den Innenstadtring gefordert Walsken plädiert für einen umfassenden Ansatz, der den gesamten Ring um die Innenstadt einbezieht. Ein solches Konzept müsste Stadtplanung, soziale Bedürfnisse, Kultur, Klima, Verkehr und Gemeinschaftsförderung verbinden. Gleichzeitig betont Walsken, dass auch angrenzende Viertel wie die Mangenberger Straße oder das Werwolf-Viertel gestärkt werden müssen – nicht nur das Zentrum selbst.
Kritisch äußert sich Walsken zum geplanten Abriss des Theater- und Konzerthauses zugunsten einer Feuerwehrwache: Ein „verheerender Schritt“ für das Viertel. Stattdessen schlägt Walsken konkrete Maßnahmen vor, um die Vernetzung der Glasernen Werkstatt mit lokalen Start-ups, Studentenwohnheimen und dezentralen Gesundheitsangeboten zu fördern. Attraktive Rahmenbedingungen für eine mobile, gut verdienende Bevölkerung gelten als entscheidend, um den Niedergang zu stoppen.
Langfristige Strategie statt Einzelprojekte Notwendig sei ein grundlegender Kurswechsel hin zu einer flächendeckenden Aufwertung von Innenstadt und Umland, so Walsken. Ohne diesen ganzheitlichen Ansatz drohe der Abwärtstrend anzudauern.
