12 April 2026, 02:21

SPD-Reformpläne: AfA attackiert Klingbeils Kurs als Angriff auf Arbeitnehmerrechte

Plakat der Berliner Secession mit einer Frau in grünem Kleid und einem Mann in schwarzem Anzug

SPD-Reformpläne: AfA attackiert Klingbeils Kurs als Angriff auf Arbeitnehmerrechte

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD hat die Reformpläne von Parteichef Lars Klingbeil öffentlich kritisiert. In einem von der AfA-Führung verabschiedeten Beschluss fordert die Gruppe einen anderen wirtschaftspolitischen Kurs. Die AfA argumentiert, dass Klingbeils Vorschläge die sozialdemokratischen Werte untergraben könnten.

Der Beschluss richtet sich direkt gegen zentrale Punkte von Klingbeils Plänen, darunter längere Arbeitszeiten und die Ausweitung befristeter Verträge. Die Gruppe warnt, solche Maßnahmen belasteten Arbeitnehmer unzumutbar, statt echtes Wachstum zu fördern. Cansel Kiziltepe, Bundesvorsitzende der AfA, betonte, dass wirtschaftlicher Fortschritt nicht auf Kosten der Beschäftigten gehen dürfe.

Zudem wies die AfA Klingbeils Äußerungen zurück, die nahelegten, Arbeitnehmer würden sich nicht ausreichend anstrengen. Solche Kommentare seien eine "Ohrfeige" für Millionen fleißiger Menschen, hieß es in dem Beschluss. Stattdessen unterstreicht die AfA, dass die Sozialdemokratie dann am stärksten sei, wenn sie Arbeitnehmer unterstützt – und nicht, wenn sie sie belehrt.

Kiziltepe machte deutlich, dass die SPD ihre Grundwerte nicht für wirtschaftliche Anpassungen opfern dürfe. Die AfA drängt Klingbeil, sich enger an Gewerkschaften und Arbeitnehmerinteressen zu orientieren. Der Beschluss wurde nach der Sitzung des AfA-Vorstands von Der Spiegel berichtet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Position der AfA zeigt, wie tief die SPD in der Frage von Klingbeils Reformkurs gespalten ist. Zwar sieht die Partei die Notwendigkeit politischer Erneuerung, doch die Arbeitsgemeinschaft besteht darauf, dass Veränderungen die Rechte der Arbeitnehmer wahren müssen. Der Streit setzt die Parteiführung nun unter Druck, ihre Wirtschaftsstrategie zu überdenken.

Quelle