29 March 2026, 18:25

Stada-Übernahme 2017: Neue Urteile im jahrelangen Aktionärsstreit vor dem OLG Frankfurt

Plakat mit der Aufschrift "$160 Milliarden die Einsparungen für Steuerzahler durch Verhandlung von niedrigeren Arzneimittelpreisen" mit einem Logo.

Stada-Übernahme 2017: Neue Urteile im jahrelangen Aktionärsstreit vor dem OLG Frankfurt

Neue Entwicklungen im langjährigen Rechtsstreit um die Stada-Übernahme 2017

Vor dem Frankfurter Oberlandesgericht (OLG) hat der seit Jahren schwelende Streit um die Übernahme des Pharmakonzerns Stada im Jahr 2017 neue Wendungen genommen. Ehemalige Aktionäre kämpfen weiterhin um zusätzliche Entschädigungszahlungen – noch immer sind 44 Klagen anhängig. Die jüngsten, noch nicht rechtskräftigen Urteile bringen Klarheit in zentrale Punkte des anhaltenden Konflikts.

Die Übernahme war 2017 von den Private-Equity-Gesellschaften Bain Capital und Cinven eingeleitet worden, die Stada für 70 Euro pro Aktie erworben hatten. Nach acht Jahren stiegen beide Firmen aus dem Investment aus und überließen dem in London ansässigen Finanzinvestor CapVest Partners die Mehrheit von 68 Prozent. Bain und Cinven halten noch 31 Prozent, während das Stada-Management einen Anteil von 1 Prozent behielt.

Das OLG wies kürzlich eine Berufung des Aktionärs Nidda ab und urteilte, dass dessen Anspruch nicht verjährt sei. Das Gericht sah es als treuwidrig an, dass Nidda die Verjährung geltend gemacht hatte. Zudem stellte es klar, dass die bloße Kenntnis von Pressemitteilungen den Fall nicht entkräfte.

Andere Kläger verfolgen ihre Forderungen weiter: Ein Privatanleger verlangt fast 140.000 Euro zuzüglich Zinsen seit August 2017. Eine in Luxemburg ansässige Vermögensverwaltungsgesellschaft fordert 4,7 Millionen Euro – basierend auf einer behaupteten Differenz von 8,15 Euro pro Aktie.

Bereits früher hatten der Bundesgerichtshof (BGH) und das OLG in ähnlichen Fällen zugunsten ehemaliger Stada-Aktionäre entschieden. Die jüngsten Urteile bestätigen diese Linie, auch wenn Revisionen in Rechtsfragen noch möglich sind.

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Die Entscheidungen des OLG bringen für einige Kläger Klarheit, für andere bleibt die Lage weiter ungewiss. Mit 44 noch offenen Verfahren steht das endgültige Ergebnis für die ehemaligen Stada-Aktionäre weiterhin in den Sternen. Weitere Berufungen könnten den Rechtsstreit noch weiter in die Länge ziehen.

Quelle