Streit um Tempolimit und autofreie Tage spaltet Politik und Umweltschützer
Sylvio ThiesStreit um Tempolimit und autofreie Tage spaltet Politik und Umweltschützer
Die Debatte über sparsame Kraftstoffmaßnahmen hat an Schärfe gewonnen, da die politischen Parteien über Lösungsansätze uneins sind. Die Union lehnt autofreie Tage oder Tempolimits ab, während die Grünen und Greenpeace strengere Regelungen fordern. Die Spannungen verschärften sich nach jüngsten Warnungen vor möglichen Kraftstoffengpässen.
Sebastian Steineke von der CDU mahnte zur Gelassenheit und warnte vor überstürzten Entscheidungen angesichts drohender Spritknappheit. Er betonte, das von der Union geplante Kraftstoffpreis-Anpassungsgesetz setze stattdessen auf fairen Wettbewerb an den Tankstellen. Aktuell sehe seine Partei keinen Bedarf für autofreie Tage oder Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Till Steffen von den Grünen vertrat eine andere Position. Er befürwortete Tempolimits, lehnte autofreie Sonntage jedoch als bloße "Symbolpolitik" mit geringer praktischer Wirkung ab.
Benjamin Stephan von Greenpeace kritisierte die Haltung der Union scharf. Er bezeichnete deren Ablehnung eines Tempolimits als verantwortungslos. Stephan zufolge könnte eine flächendeckende Geschwindigkeitsbegrenzung den Kraftstoffverbrauch um Milliarden Liter pro Jahr senken.
Der Streit offenbart tiefe Gräben in der Frage, wie die Kraftstoffeffizienz gesteigert werden soll. Während die Union auf marktwirtschaftliche Lösungen setzt, fordern Umweltschützer sofortiges Handeln. Bisher gibt es keine Einigung über Tempolimits oder autofreie Initiativen.






