Telekom führt "Stille Stunde" für entspanntes Einkaufen ohne Reizüberflutung ein
Dora CichoriusTelekom führt "Stille Stunde" für entspanntes Einkaufen ohne Reizüberflutung ein
Die Telekom hat in ausgewählten Filialen in Deutschland eine "Stille Stunde" eingeführt, um ein ruhigeres Einkaufserlebnis zu schaffen. Die Initiative richtet sich an Kundinnen und Kunden, die mit sensorischer Überlastung zu kämpfen haben oder eine entspanntere Umgebung benötigen. Geschäfte in Berlin, Köln und München nehmen bereits teil, weitere sollen folgen.
Während der "Stillen Stunde" werden Lärm reduziert, das Licht gedimmt und mehr Zeit für persönliche Beratungen eingeräumt. Zwar wird eine Voranmeldung empfohlen, doch bleiben auch spontane Besuche möglich, um die Zugänglichkeit für Menschen zu gewährleisten, denen Planung schwerfällt. Die Telekom hat bestätigt, dass mindestens eine Filiale in Köln (Schildergasse 84) mitmacht, die genaue Anzahl der Standorte ist jedoch noch nicht öffentlich.
Unterstützt wird das Projekt von Gemeinsam Zusammen e.V., einer Initiative, die sich für wöchentliche sensorikfreundliche Maßnahmen im Einzelhandel einsetzt. Bisher haben 276 deutsche Geschäfte ähnliche Angebote eingeführt. Die Telekom betont, dass es sich dabei nicht um ein Nischenangebot handelt, sondern um einen Teil umfassender Bemühungen, die Barrierefreiheit für ältere Menschen und Kundschaft in schwierigen Lebenssituationen zu verbessern.
Mitarbeitende erhalten Schulungen, um die Sitzungen zu begleiten, die sich an Menschen richten, die eine ruhigere Umgebung bevorzugen – oder darauf angewiesen sind. Welche Städte als nächste folgen, hat das Unternehmen noch nicht bekannt gegeben, deutet aber an, dass das Programm ausgebaut werden könnte.
Die "Stille Stunde" der Telekom bietet eine strukturierte, aber flexible Möglichkeit, Dienstleistungen ohne überfordernde Reize in Anspruch zu nehmen. Die Initiative entspricht der wachsenden Nachfrage nach sensorikfreundlichen Einkaufsmöglichkeiten in Deutschland. Mit steigendem Bewusstsein und größerer Beteiligung könnten weitere Standorte das Angebot übernehmen.






