Transferpoker um Simon Pytlick: Flensburg und Berlin liefern sich Wortgefecht über Ablöse
Leila BlochTransferpoker um Simon Pytlick: Flensburg und Berlin liefern sich Wortgefecht über Ablöse
Ein hochkarätiger Transferstreit entfacht sich im deutschen Handball um den Wechsel von Simon Pytlick von der SG Flensburg zu den Füchsen Berlin. Der dänische Rückraumstar soll zwar erst 2027 zum Hauptstadtclub stoßen, doch sowohl er als auch sein künftiger Verein streben eine frühere Lösung an. Unterdessen hat die Flensburger Führung Berichte über eine siebenstellige Ablösesumme als übertrieben zurückgewiesen.
Der Konflikt eskalierte, als Pytlick in einem jüngsten Interview die Vereinsführung der SG Flensburg kritisierte und einräumte, das Vertrauen in die Clubspitze verloren zu haben. Als Reaktion kündigte der Sportdirektor des Teams, Ljubomir Vranjes, an, das Gespräch mit dem Spieler suchen zu wollen, um dessen Bedenken auszuräumen.
Bob Hanning, Präsident der Füchse Berlin, bezeichnete die kolportierte Ablösesumme als unrealistisch. Zwar habe sein Verein ein beträchtliches Angebot unterbreitet, betonte Hanning, doch man werde "keinen geforderten Preis" zahlen. Medienberichte hatten von einer Summe im siebenstelligen Euro-Bereich gesprochen – doch auch Vranjes von Flensburg stufte diese Zahlen als überzogen ein.
Trotz der angespannten Lage gibt es derzeit keine Verhandlungen zwischen den beiden Clubs. Pytlicks Nationalmannschaftskollege und künftiger Teamgefährte bei den Füchsen, Mathias Gidsel, äußerte öffentlich sein Mitgefühl für die Situation des Spielers.
Die Pattsituation lässt Pytlicks nahen Zukunft ungewiss erscheinen. Während Flensburg auf eine interne Klärung pocht, bleibt Berlin bei seinen finanziellen Grenzen. Fürs Erste ist keine Einigung in Sicht – und der vorzeitige Wechsel des Spielers hängt in der Schwebe.






