Ukrainische Weine erobern die Rheingau Weinwoche für den guten Zweck
Sylvio ThiesUkrainische Weine erobern die Rheingau Weinwoche für den guten Zweck
Ein besonderer Weinstand bei der diesjährigen Rheingau Weinwoche bringt ukrainische Aromen nach Wiesbaden. Auf dem Programm stehen seltene Weine aus Odessa, den Karpaten und der Schwarzmeerregion – Gebiete, die in Deutschland nur selten vertreten sind. Der gesamte Erlös kommt Hilfstransporten, Schulen und Kulturprojekten in Wiesbadens Partnerstadt Kamjanez-Podilsky zugute.
Die Partnerschaft zwischen Wiesbaden und Kamjanez-Podilsky entstand 2021 als Zeichen der Solidarität nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Der diesjährige Weinstand, betrieben vom Verein Wiesbaden-Kamjanez-Podilsky Partner e. V., präsentiert sechs ausgewählte Weine: zwei Sekte, zwei Weißweine, einen Rosé und einen kräftigen Rotwein der Sorte Petit Boucher. Zu den Highlights zählen ein spritziger weißer Sekt aus Odessa, ein Rosé-Sekt aus den Karpaten sowie frische Weißweine von der Schwarzmeerküste.
Der Stand bietet nicht nur besondere Weine, sondern festigt auch die Verbindung zwischen den beiden Städten. Ukrainische Winzer:innen und lokale Ehrenamtliche schenken die Getränke aus – eine Mischung aus Genuss, Freundschaft und gemeinsamem Engagement. Besucher:innen können mehr über die Winzer:innen erfahren, Tickets erwerben und das vollständige Programm auf der offiziellen Website der Rheingau Weinwoche entdecken.
Ein Blick in die Zukunft: 2026 wird der Partnerschaftsstand einen neuen Akteur begrüßen. Die französische Gemeinde Fondettes übernimmt dann die Organisation und führt die Tradition der internationalen Zusammenarbeit bei der Veranstaltung fort.
Die Einnahmen des Weinstands fließen direkt in Hilfslieferungen, Bildungsförderung und kulturellen Austausch in Kamjanez-Podilsky. Durch die Präsentation seltener ukrainischer Weine verbindet das Projekt Wiesbadens Bürger:innen mit der fernen Partnerstadt – über gemeinsame Geschmackserlebnisse und Solidarität. Gleichzeitig ebnet die Initiative den Weg für künftige Kooperationen, etwa mit Fondettes ab 2026.






