19 March 2026, 14:27

Vortrag über Gerhard Schlikker: Wie ein Osnabrücker Hausherr den NS-Aufstieg unterstützte

Offenes Buch mit dem Titel "Geschichte Deutschlands" zeigt eine Schwarz-Weiß-Illustration einer Stadtlandschaft mit Gebäuden, Menschen und Himmel sowie Text.

Vortrag über Gerhard Schlikker: Wie ein Osnabrücker Hausherr den NS-Aufstieg unterstützte

Öffentlicher Vortrag über Gerhard Schlikkers Leben und die umstrittene Geschichte der Villa Schlikker

Am Donnerstag, dem 9. April, findet um 18:30 Uhr ein öffentlicher Vortrag über das Leben Gerhard Schlikkers und die kontroverse Geschichte der Villa Schlikker statt. Die Veranstaltung im Museumsquartier Osnabrück beleuchtet seine Rolle während der NS-Zeit sowie die Verbindung des Gebäudes zum Aufstieg des Regimes.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der von dem Historiker Dr. Thorsten Heese geleitete Abend ist Teil der Reihe "Topographie des Terrors", die sich mit Diktatur, autoritärer Herrschaft und deren langfristigen Folgen für die Gesellschaft auseinandersetzt. Die Teilnehmer:innen untersuchen, wie individuelles Handeln – wie im Fall Schlikkers – zum Wandel von einer demokratischen Republik in einen totalitären Staat beitrug.

Schlikker erwarb das Anwesen Heger Tor 1926 und stellte es ab 1932 der NSDAP zur Verfügung. Der Vortrag thematisiert auch seine nachkriegszeitlichen Rechtfertigungsversuche – direkte öffentliche Äußerungen zu seinen Aktivitäten in der NS-Zeit sucht man in historischen Quellen jedoch vergeblich.

Der Eintritt beträgt 3 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Zugang. Die Veranstaltung zielt darauf ab, sowohl die Frage persönlicher Verantwortung als auch die strukturellen Mechanismen autoritärer Machtausübung zu erhellen.

Der Abend bietet die Gelegenheit, die Verstrickung eines Einzelnen in das NS-Regime und die Rolle des Gebäudes in dieser Geschichte zu analysieren. Anhand von Schlikkers Entscheidungen wird diskutiert, wie lokale Handlungen den Übergang in die Diktatur befördern – oder ihm widerstehen – konnten.

Quelle