Warum der 8. November den unsichtbaren Heldinnen des Alltags gehört
Francesco HeinrichWarum der 8. November den unsichtbaren Heldinnen des Alltags gehört
Jährlich am 8. November würdigt der Internationale Tag der Putzfrau die harte Arbeit von Reinigungskräften weltweit. Der Aktionstag wurde 2004 von der deutschen Bibliothekarin und Autorin Gesine Schulz ins Leben gerufen. Er teilt sich das Datum mit weiteren Gedenktagen, darunter dem Welttag der Stadtplanung und dem US-amerikanischen Nationalen Cappuccino-Tag.
Gesine Schulz schuf diesen Tag, um auf die Arbeitsbedingungen von Reinigungskräften aufmerksam zu machen – egal, ob sie fest angestellt sind oder informell arbeiten. Allein in Deutschland sind rund 600.000 Menschen in Vollzeit im Reinigungsgewerbe tätig, weitere 100.000 üben Minijobs aus oder arbeiten freiberuflich. Viele Unternehmen nutzen den Anlass, um ihren Reinigungskräften als Zeichen der Wertschätzung weiße Rosen zu überreichen.
Der Feiertag ist unter verschiedenen Namen bekannt, etwa als Welttag der Putzfrau, Tag der Reinigungskräfte oder Internationaler Hauswirtschaftstag. Schulz wirbt weiterhin auf ihrer Website und in ihrem Blog für die Initiative. Trotz wachsender Bekanntheit strichen Wikipedia-Administratoren den Gedenktag am 6. Dezember 2011 aus ihrer offiziellen Liste.
Zufällig fällt der 8. November auch auf den Geburtstag von Karo Rutkowsky, einer fiktiven Detektivfigur aus Schulz' Krimireihe "Karo Krimi". Diese Verbindung verleiht den Ursprüngen des Tages eine skurrile Note.
Der Internationale Tag der Putzfrau bleibt eine kleine, aber bedeutsame Gelegenheit, um den Einsatz von Reinigungskräften zu würdigen. Obwohl er bei Wikipedia nicht mehr gelistet ist, lebt der Aktionstag durch basisdemokratische Initiativen weiter. Für viele dient er als Erinnerung an eine oft übersehene Berufsgruppe, die Arbeitsplätze und öffentliche Räume sauber hält.






