Wie die 5S-Methode aus Japan jeden Haushalt in 5 Schritten ordnet
Francesco HeinrichWie die 5S-Methode aus Japan jeden Haushalt in 5 Schritten ordnet
Die japanische Organisationsmethode 5S verspricht, chaotische Haushalte in aufgeräumte, effiziente Räume zu verwandeln. Der Ansatz basiert auf fünf einfachen Schritten, die mit minimalem Aufwand nachhaltige Gewohnheiten schaffen sollen. Ursprünglich in Fabriken eingesetzt, hat sich die Methode mittlerweile in Schulen und Arbeitsplätzen weltweit verbreitet.
Der erste Schritt heißt Seiri (Sortieren): Hier werden alle Besitzgegenstände durchforstet und Unnötiges aussortiert. Jeder Raum wird überprüft, damit nur noch nützliche Dinge bleiben.
Es folgt Seiton (Systematisieren), bei dem jedem Gegenstand ein fester Platz zugewiesen wird – je nach Häufigkeit der Nutzung. Oft gebrauchte Dinge liegen griffbereit, selten genutzte werden weggeschlossen.
Im dritten Schritt, Seiso (Säubern), geht es um regelmäßige Reinigung durch tägliche und wöchentliche Routinen. Selbst kleine Aufgaben wie das Säubern des Kühlschrank-Ablauflochs können teure Reparaturen verhindern.
Seiketsu (Standardisieren) führt diese Praktiken dann im gesamten Haushalt ein. Einheitliche Regeln erleichtern es allen, Ordnung zu halten – ohne ständige Erinnerungen.
Abschließend stärkt Shitsuke (Selbstdisziplin) die Gewohnheitsbildung, sodass das System irgendwann automatisch funktioniert. Mit der Zeit verankern sich die Routinen, und der Aufwand für einen sauberen Haushalt verringert sich. Wer ähnliche Methoden erkunden möchte, dem wird oft das Buch "Magic Cleaning" von Marie Kondo empfohlen.
Die 5S-Methode wird bereits in Industrie und Schulen eingesetzt, etwa in Perrin (Deutschland) oder Hai Phong (Vietnam). In europäischen Haushalten oder Büros ist sie jedoch kaum verbreitet. Ihr strukturierter Ansatz zielt darauf ab, das Putzen zu vereinfachen, indem Routinen zur zweiten Natur werden.






