26 March 2026, 12:20

Wie Ehegattensplitting 2026 Paaren Tausende Euro Steuern spart

Balkendiagramm, das die Einkommensverteilung nach Übertragungen und Bundessteuern von 1979 bis 2007 auf einem blauen Hintergrund zeigt.

Wie Ehegattensplitting 2026 Paaren Tausende Euro Steuern spart

Ehepaare in Deutschland können ihre Steuerlast durch das Ehegattensplitting verringern, ein System, das das gemeinsame Einkommen für die Besteuerung aufteilt. Besonders lohnend ist diese Methode, wenn ein Partner deutlich mehr oder sogar das gesamte Haushaltseinkommen verdient. Im Vergleich zur Einzelveranlagung sinkt dadurch oft die Gesamtsteuerbelastung.

Die Ersparnis ergibt sich aus dem progressiven Steuersatz in Deutschland, bei dem höhere Einkommen stärker besteuert werden. Durch die hälftige Aufteilung des gemeinsamen Einkommens verringert sich der Betrag, der mit den höheren Steuersätzen belastet wird.

Das Ehegattensplitting kommt zur Anwendung, wenn Ehepartner eine gemeinsame Steuererklärung abgeben. Statt die Einkommen einzeln zu versteuern, behandelt der Staat das Gesamteinkommen so, als hätten beide Partner genau die Hälfte davon verdient. Dadurch wird der zu versteuernde Betrag in den höheren Steuerklassen reduziert.

Ein Beispiel: Ein Paar mit einem gemeinsamen Jahreseinkommen von 60.000 Euro – etwa 36.000 und 24.000 Euro – würde durch das Splitting-Verfahren im Jahr 2026 rund 715 Euro sparen. Je größer die Einkommensunterschiede sind, desto höher fällt die Ersparnis aus. Den größten Vorteil haben Paare, bei denen nur ein Partner berufstätig ist, da dessen gesamtes Einkommen für die Steuerberechnung effektiv halbiert wird.

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Zusätzlich profitieren verheiratete Paare von einem höheren steuerfreien Grundfreibetrag. Während dieser für Einzelpersonen 2026 bei 12.348 Euro liegt, können Ehepaare den doppelten Betrag geltend machen. Verdienen beide Partner jedoch gleich viel, bringt das Ehegattensplitting keine steuerliche Entlastung.

Steuerklassen wie III/V oder IV mit Faktor (die in früheren Jahren genutzt wurden) halfen Paaren dabei, ihre Abzüge zu optimieren. Doch selbst ohne diese führt die Splitting-Methode oft zu einer geringeren Gesamtsteuer als bei getrennter Veranlagung.

Die Höhe der Steersparnis durch das Ehegattensplitting hängt von den Einkommensverhältnissen und den Unterschieden zwischen den Partnern ab. Besonders begünstigt sind Paare mit einem Alleinverdiener oder großen Gehaltsunterschieden. Auch 2026 wird das System die Steuerlast mindern, indem es das Einkommen aufteilt und die Freibeträge verdoppelt.

Die Methode bleibt freiwillig und setzt eine gemeinsame Steuererklärung voraus. Bei gleichen Einkommen bringt sie jedoch keinen finanziellen Vorteil.

Quelle