Wohnungsbau in Deutschland bleibt trotz Genehmigungsanstieg in der Krise
Dora CichoriusWohnungsbau in Deutschland bleibt trotz Genehmigungsanstieg in der Krise
Wohnungsbau in Deutschland bleibt schwach – trotz leichtem Anstieg der Baugenehmigungen
Trotz eines jüngsten Anstiegs der Baugenehmigungen kommt der Wohnungsbau in Deutschland kaum in Gang. Hohe Zinsen und explodierende Kosten haben den privaten Wohnungsbau nahezu zum Erliegen gebracht. Auch der Zementverbrauch ist drastisch eingebrochen und hat ein Niveau erreicht, wie es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr verzeichnet wurde.
Der private Wohnungsbau leidet unter den hohen Kreditkosten und steigenden Materialpreisen. Doch nicht nur hier gibt es Rückgänge: Auch öffentliche Infrastrukturprojekte sowie Investitionen in Gewerbe- und Büroimmobilien sind rückläufig.
Obwohl staatliche Mittel für die Infrastruktur bereits bewilligt wurden, zeigt sich noch keine Belebung der Bautätigkeit. Ein jüngster Anstieg der Baugenehmigungen um etwa 10 Prozent deutet jedoch auf eine mögliche Erholung hin. Experten erwarten nun, dass die Bauaktivität in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt aufnimmt, sobald die Fördergelder wirken.
Aktuell liegt der Zementverbrauch rund 30 Prozent unter dem Niveau von 2020 – ein deutliches Zeichen für die allgemeine Schwächephase der Branche. Die bereitgestellten staatlichen Mittel sollen die Bauwirtschaft wiederbeleben, doch ihre Wirkung bleibt bisher aus. Eine schrittweise Besserung wird erst im weiteren Verlauf des Jahres erwartet.
