21 March 2026, 18:20

FDP fordert Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem vor Landtagswahl in MV

Alte Karte von San Francisco, Kalifornien, mit Hervorhebung des Rawlins-Schulbezirks und detaillierten Text zur Layout-Darstellung.

FDP will Haupt- und Realschule wieder einführen - FDP fordert Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem vor Landtagswahl in MV

Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Mecklenburg-Vorpommern hat vor der Landtagswahl am 20. September ihr bildungspolitisches Programm vorgestellt. Die Parteiführung setzt sich für tiefgreifende Reformen ein, darunter die Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem und strengere Sprachvorgaben für Kleinkinder. Gleichzeitig steht die FDP vor der Herausforderung, wieder in den Landtag einzuziehen – aktuelle Umfragen sehen sie unter der für Mandate notwendigen Fünf-Prozent-Hürde.

Kernstück des FDP-Bildungsplans ist die Abschaffung der Regionalen Schule, einem Modell der Gemeinschaftsschule, und die Wiedereinführung der traditionellen Unterteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Zudem will die Partei Förderschulen beibehalten, den konfessionellen Religionsunterricht jedoch durch ein neutrales Fach ersetzen, das verschiedene Weltanschauungen abdeckt. Bundesvorsitzender Christian Dürr betonte, der Staat solle zwar eine starke Rolle in der Bildungspolitik spielen, dürfe aber nicht in persönliche Freiheiten eingreifen.

Dürr schlug zudem verbindliche Deutschtests für Kinder zwei Jahre vor der Einschulung vor, um sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler frühzeitig über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen. In der Migrationspolitik forderte er eine Kurskorrektur, um Fachkräften aus dem Ausland den Zuzug zu erleichtern – eine Maßnahme, die er als entscheidend für die Zukunft Deutschlands bezeichnete.

Im Wahlkampf setzt die FDP auf Freiheit als zentrales Thema. Spitzenkandidat Jakob Schirmer unterstrich dies, während Dürr die Partei als "radikale Alternative zum Weiter-so" in der deutschen Politik positionieren will. Der Vorstoß fällt mit den Vorbereitungen für einen Bundesparteitag im Mai zusammen, auf dem über einen Antrag debattiert wird, der Neuwahlen für den Bundesvorstand fordert.

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Trotz dieser Initiativen bleibt ungewiss, ob die FDP den Wiedereinzug in den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns schafft. Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die Partei an der Fünf-Prozent-Marke scheitern könnte – ihr Verbleib in der Region steht damit auf dem Spiel.

Die FDP schlägt ein dreigliedriges Schulsystem, strengere Sprachprüfungen und ein konfessionsneutrales Alternativfach zum Religionsunterricht vor. Sollten diese Pläne umgesetzt werden, würden sie die Bildungs- und Migrationspolitik des Landes grundlegend verändern. Ob die Partei damit Erfolg hat, hängt jedoch davon ab, ob sie bis zur Septemberwahl ihr aktuelles Umfragedefizit überwinden kann.

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