28 April 2026, 04:22

Urteil im Frankfurter Prozess: Gruppe soll schwule Männer über Dating-Apps gelockt haben

Liniengraphik, die einen stetigen Anstieg der Selbstidentifikation von Amerikanern als lesbisch, schwul, bisexuell, transgender oder nicht-heterosexuell von 2012 bis 2021 zeigt, wobei die Daten nach Geschlecht und sexueller Orientierung unterteilt sind.

Urteil im Frankfurter Prozess: Gruppe soll schwule Männer über Dating-Apps gelockt haben

Am kommenden Dienstag um 9:00 Uhr wird das Landgericht Frankfurt (Oder) sein Urteil verkünden. Sechs Angeklagte – drei junge Erwachsene und drei Jugendliche – müssen sich wegen schweren Raubes und gewalttätiger Angriffe verantworten. Der Prozess fand weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da Minderjährige beteiligt sind.

Laut Staatsanwaltschaft nutzte die Gruppe gefälschte Profile in Dating-Apps, um gezielt schwule Männer anzusprechen. Die Opfer seien demnach an abgelegene Orte gelockt, dort angegriffen, beraubt und mit homophoben Beschimpfungen bedrängt worden. Die Ermittler gehen zudem davon aus, dass die Angeklagten ihre Taten systematisch aufzeichneten.

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Den Beschuldigten wird vorgeworfen, die Straftaten über einen längeren Zeitraum geplant und ausgeführt zu haben. Bislang gibt es jedoch keine Hinweise auf ein organisiertes Netzwerk oder eine politische Motivation hinter den Taten. Die meisten Verhandlungstermine fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um die Identität der jugendlichen Beteiligten zu schützen.

Die Urteilsverkündung erfolgt in einer öffentlichen Sitzung und bildet den Abschluss eines Prozesses, der großes mediales Interesse auf sich gezogen hat. Die Entscheidung des Gerichts wird über die rechtlichen Konsequenzen für alle sechs Angeklagten bestimmen. Der Fall hat die Debatte über gezielte Gewalt und die missbräuchliche Nutzung digitaler Plattformen zur Ausbeutung von Opfern weiter verschärft. Mit dem endgültigen Urteil wird am Dienstagmorgen gerechnet.

Quelle