VW-Vorstand warnt: Deutschlands Innovationskraft droht durch Bürokratie und hohe Kosten zu ersticken
Francesco HeinrichVW-Vorstand warnt: Deutschlands Innovationskraft droht durch Bürokratie und hohe Kosten zu ersticken
Volkswagens Technologievorstand hat vor einer Bedrohung für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands gewarnt. Thomas Schmall betonte in einer Rede auf der Hannover Messe, wie hohe Kosten, strenge Vorschriften und zögerliche Reformen die Innovationskraft des Landes bremsen.
Als Beispiel nannte Schmall das neue Batteriewerk von Volkswagen in Salzgitter. Dort hätten die Behörden Brandschutzsysteme gefordert, die es "weltweit nirgends gibt", wie er kritisierte. Trotz dieser Hürden gelang es dem Konzern, in nur drei Jahren seine erste eigene Batteriezelle zu entwickeln.
Schmall argumentierte, Deutschland habe 60 bis 70 Prozent mehr Regularien als andere westeuropäische Länder. Hohe Energiekosten und übermäßige Bürokratie schwächten zudem die Wettbewerbsfähigkeit – obwohl das Land technologisch nach wie vor stark sei.
Der Volkswagen-Vorstand forderte schnellere Reformen, um mit der globalen Konkurrenz Schritt zu halten. Er rief Politiker und Wirtschaftsführer auf, gemeinsam einen "Made-in-Europe"-Reformplan zu erarbeiten. Seine Rede zielte darauf ab, in einer Phase, in der Deutschlands industrieller Vorsprung gefährdet ist, mutigere Veränderungen voranzutreiben.
Volkswagen hat zwar Fortschritte bei der Elektromobilität gemacht und ist agiler sowie widerstandsfähiger geworden. Doch Schmalls Warnungen deuten darauf hin, dass Deutschland ohne tiefgreifende Reformen Schwierigkeiten haben könnte, seine Wettbewerbsposition zu halten. Nun liegt der Ball bei den politischen Entscheidungsträgern und Unternehmenslenkern.






