80 Jahre nach Buchenwald: Wie Deutschland mit dem Holocaust-Erbe ringt
80 Jahre nach Buchenwald: Wie Deutschland mit dem Holocaust-Erbe ringt
Achtzig Jahre nach der Befreiung Buchenwalds ringt Deutschland noch immer mit dem Erbe des Holocaust. Zwar hat sich die Erinnerungskultur seit der Wiedervereinigung vertieft, doch neue Herausforderungen sind hinzugekommen. Die Schriftstellerin und Wissenschaftlerin Ines Geipel untersucht in ihrem neuesten Buch "Landschaft ohne Zeugen", das nun bei S. Fischer Verlag erschienen ist, die Wurzeln der NS-Verbrechen und die Mythen, die nach 1945 entstanden.
Geipel, Professorin an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, beschäftigt sich seit Langem mit Deutschlands gewalttätiger Vergangenheit. In ihrem neuen Werk zeichnet sie die Entstehung des Systems der Konzentrationslager nach. Gleichzeitig erforscht sie, wie zwei Diktaturen – das NS-Regime und später die DDR – eine Kultur des Schweigens und eine gescheiterte Trauer prägten.
Seit den 1990er-Jahren hat Deutschland die Holocaust-Erinnerung weit stärker institutionalisiert als in den Jahrzehnten zuvor. Die Berliner Republik errichtete Mahnmale wie das Holocaust-Mahnmal und reformierte die Bildung, um die Perspektive der Opfer in den Mittelpunkt zu rücken. Doch heute kommen die Angriffe auf diese Erinnerungskultur längst nicht mehr nur von rechtsaußen. Selbst in der gesellschaftlichen Mitte wird zunehmend infrage gestellt, wie tief diese Lehren tatsächlich verankert sind.
Geipels Buch wird auf der Leipziger Buchmesse diskutiert, moderiert vom Kulturredakteur Ulrich Gutmair. Ihre früheren Werke wurden mehrfach ausgezeichnet und unterstreichen ihre Rolle in Deutschlands fortwährender Auseinandersetzung mit der Geschichte.
Die Debatte um Geipels Buch fällt in eine entscheidende Phase. Während Deutschland acht Jahrzehnte nach der Befreiung Buchenwalds dieser Tage gedenkt, sieht sich das Land mit neuen Kontroversen über Erinnerung und Verantwortung konfrontiert. Die Veranstaltung in Leipzig wird zeigen, wie die damaligen Versäumnisse bei der Aufarbeitung der Vergangenheit bis heute nachwirken.
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