Notfallzulassung für Herbizid Permit: Landwirte kämpfen gegen invasives Gelbes Zypergras
Notfallzulassung für Herbizid Permit: Landwirte kämpfen gegen invasives Gelbes Zypergras
Deutsche Landwirte haben eine Notfallzulassung für den Einsatz des Herbizids Permit gegen die Gelbe Zypergrasart (Cyperus esculentus), ein aggressives und sich schnell ausbreitendes Unkraut, erhalten. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) erteilte eine 120-tägige Genehmigung, um die invasive Pflanze zu bekämpfen, die wichtige Kulturen wie Mais und Kartoffeln bedroht.
In diesem Jahr wurden 3.500 Kilogramm des Herbizids freigegeben – genug, um bis zu 100.000 Hektar befallene Flächen zu behandeln. Die Maßnahme folgt auf eine kleinere Zulassung im Jahr 2025, als 1.050 Kilogramm für 30.000 Hektar ausreichten.
Das Gelbe Zypergras stellt ein großes Problem für die deutsche Landwirtschaft dar und befällt bundesweit über 300.000 Hektar Ackerland. Allein in Niedersachsen sind rund 250.000 Hektar betroffen. Das Unkraut breitet sich rasant über unterirdische Knollen und Triebe aus und wird oft durch Landmaschinen verschleppt. Einmal etabliert, ist es nahezu unmöglich, es wieder loszuwerden.
Permit enthält den Wirkstoff Halosulfuron-methyl, ein systemisches Herbizid, das über Blätter und Wurzeln aufgenommen wird. Es führt zu Chlorose, Nekrose und gestörtem Wachstum bei den Zielpflanzen. Landwirte müssen es in zwei Phasen ausbringen – in den Maiswachstumsstadien BBCH 14 und BBCH 16 – mit einem Abstand von 7 bis 12 Tagen zwischen den Behandlungen. Die maximal erlaubte Dosis beträgt 35 Gramm pro Hektar.
Dr. Dirk Wolber rät, Permit mit einem Vorauflauf-Herbizid wie Adengo oder Iseran zu kombinieren, gefolgt von einer Nachauflauf-Behandlung mit Maister. Allerdings gelten strenge Auflagen: Aufgrund der NG-405-Beschränkung darf das Mittel nicht auf drainierten Flächen eingesetzt werden. Experten betonen zudem, dass chemische Bekämpfung mit agronomischen Maßnahmen einhergehen muss, da sich das Gelbe Zypergras wellenartig ausbreitet und eine langfristige Strategie erfordert.
Die Notfallzulassung soll die Ausbreitung des Unkrauts eindämmen, bevor es weitere Ernteschäden verursacht. Mit den nun verfügbaren 3.500 Kilogramm Permit können Landwirte größere Flächen als in den Vorjahren behandeln. Dennoch bleiben der richtige Anwendungszeitpunkt und ein integrierter Pflanzenschutz entscheidend, um ein Wiederauftreten des Unkrauts zu verhindern.
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