Niedersachsens ländliche Regionen kämpfen um Ärzte – und verlieren
"Bauchschmerzen" - Wo der Arztmangel in Niedersachsen für Frust sorgt - Niedersachsens ländliche Regionen kämpfen um Ärzte – und verlieren
Ärztemangel in Niedersachsen: Ländliche Regionen kämpfen um medizinische Grundversorgung
In ländlichen Gebieten Niedersachsens herrscht ein massiver Ärztemangel, der Patienten lange Wartezeiten und weite Anfahrtswege für einfache Behandlungen bescheren. In Bunde, einer Kleinstadt nahe der niederländischen Grenze, könnte Hausarzt Holger Plochg nach dem 1. Oktober der einzige verbliebene Mediziner vor Ort sein. Doch das Problem beschränkt sich nicht auf einen Ort: Allein im Dezember des vergangenen Jahres waren in ganz Niedersachsen 447 Stellen für Hausärzte unbesetzt.
Die Krise in der ländlichen Gesundheitsversorgung hat sich über Jahre verschärft. Dr. Plochg, der seit 1997 in Bunde praktiziert, behandelt heute dreimal so viele Patienten wie zu Beginn seiner Tätigkeit – doch Verstärkung blieb aus. Gleichzeitig empfängt der Dermatologe Bernd Brinker in Weener Patienten, die bis zu 80 Kilometer für einen Termin zurücklegen, weil lokale Angebote wegbrechen.
Niedersachsen bietet bereits jetzt weniger Medizinstudienplätze pro Einwohner als fast jedes andere Bundesland – nur Bremen und Brandenburg schneiden noch schlechter ab. Die Landesregierung hat zwar einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, der unter anderem eine Landarztquote und mehr Ausbildungsplätze vorsieht, doch Kritiker bemängeln, dass die Umsetzung zu langsam vorankommt. Dr. Plochg fordert bundesweit 4.000 bis 5.000 zusätzliche Studienplätze, um den Bedarf zu decken. Ohne eine zügige Ausweitung, warnt er, werde sich die Lage weiter zuspitzen.
Immer mehr junge Ärzte entscheiden sich für eine Tätigkeit in städtischen Zentren statt in ländlichen Praxen – und setzen damit Gemeinden wie Bunde einem wachsenden Risiko aus. Findet sich keine Lösung, könnte Plochg bald der einzige Hausarzt in seiner Stadt sein, der eine stetig steigende Patientenzahl allein versorgen muss.
Von einer Entspannung der Situation ist Niedersachsen weit entfernt. Patienten auf dem Land müssen weiterhin weite Wege und Wartezeiten in Kauf nehmen, während überlastete Ärzte wie Dr. Plochg eine immer größere Arbeitslast schultern. Ohne eine deutliche Erhöhung der Studienplätze und stärkere Anreize für die Niederlassung in ländlichen Regionen wird sich die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage voraussichtlich weiter vergrößern.
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