Köln und Düsseldorf verbrennen Nubbel und Hoppeditz – das Ende des Karnevals 2025
Nubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Köln und Düsseldorf verbrennen Nubbel und Hoppeditz – das Ende des Karnevals 2025
Köln und Düsseldorf beenden mit traditionellen Strohpuppen-Verbrennungen die Karnevalsfeiern
Die beiden Städte haben ihre Karnevalsfeiern mit den traditionellen Verbrennungen von Strohfiguren abgeschlossen – ein fester Bestandteil der lokalen Kultur, der den Beginn der Fastenzeit einläutet. Jede Stadt hält dabei an eigenen Bräuchen fest, um symbolisch Abschied von der ausgelassenen Saison zu nehmen.
In Köln versammelten sich am Dienstagabend Scharen von Menschen in den Stadtvierteln, um dem "Nubbel" beim Verbrennen zuzusehen. Die aus Stroh gefertigte Figur, die während des Karnevals über Kneipentüren hängt, steht für die Sünden und Ausschweifungen der vergangenen Tage. Ihr Feueropfer soll die Gemeinschaft reinigen und den Weg in die Fastenzeit ebnen.
Der Brauch reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück und entstand ursprünglich in südlichen Vierteln wie Bayenthal und Raderberg. Damals symbolisierte der Nubbel noch Winter, Armut und Missetaten. Mit der Zeit entwickelte er sich weiter – heute werden manchmal auch Politiker oder Prominente als Figur dargestellt –, doch sein Kern bleibt derselbe. Seit 2013 zählt das Ritual zum immateriellen Kulturerbe und verbindet vorchristliche Feuerbräuche, mittelalterliche Dämonenaustreibungen und den Kölner Karnevalsgeist.
Unterdessen wird in Düsseldorf am Aschermittwoch die eigene Strohfigur "Hoppeditz" verbrannt – begleitet von einem feierlichen Trauerzug, der das symbolische Ende des Karnevals unterstreicht. Ähnlich wie der Nubbel trägt auch Hoppeditz die Last der ausgiebigen Feiern in sich; seine Vernichtung markiert einen Neuanfang für die Fastenzeit.
Die Verbrennungen in beiden Städten wirken wie ein gesellschaftliches "Reset" vor der besinnlicheren Fastenzeit. Während Kölns Nubbel und Düsseldorfs Hoppeditz jahrhundertealte Traditionen bewahren, passen sie sich doch stets der Moderne an. Jahr für Jahr bringen die Rituale die Gemeinschaften zusammen – zum Innehalten, Reflektieren und Weitergehen.
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