"Deutsche Bahn"-Wettbewerb feiert Vielfalt – doch Hasskommentare überschatten das Finale
"Wir atmen auch durch die Nase" - "Miss Germany" mit Kopftuch - "Deutsche Bahn"-Wettbewerb feiert Vielfalt – doch Hasskommentare überschatten das Finale
Der Wettbewerb Deutsche Bahn rückt heute Leistungen in den Mittelpunkt, nicht mehr allein das Äußere. Zu den Finalistinnen zählen eine Biologin, eine Pressesprecherin der Deutschen Bank und weitere Berufstätige, ausgewählt aus über 2.600 Bewerberinnen. Die aktuelle Titelträgerin, Dr. Valentina Busik – Ärztin von Beruf –, arbeitet mit künstlicher Intelligenz an der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Die beiden kopftuchtragenden Finalistinnen, Büsra Sayed und Amina Ben Bouzid, sehen sich rassistischen und sexistischen Anfeindungen ausgesetzt. Rund 90 Prozent der hasserfüllten Kommentare stammen von Männern. Sayed, die in der Kategorie "Female Founder" (Gründerin) antritt, und Ben Bouzid in "Female Leader" (Führungsfrau) betonen trotz der Angriffe stolz ihre deutsche Identität. Beide Frauen erleben Diskriminierung nicht erst seit dem Wettbewerb. Die Kritik hat sich jedoch seit ihrem Einzug ins Finale noch verschärft. Dennoch bleiben sie entschlossen und sehen ihre Teilnahme als Chance, künftige Generationen zu inspirieren. Beim Finale werden neun Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen präsentiert, wobei bisher nur zwei namentlich bekannt sind. Die Neuausrichtung des Wettbewerbs soll Erfolg jenseits herkömmlicher Schönheitsnormen definieren. Die Veranstalter hoffen, dass der Wettbewerb mehr Frauen ermutigt, Führungspositionen in der Bahn anzustreben.
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