Lüneburger Bäckerei tauft Amerikaner in Grönländer um – als Protest gegen US-Pläne
Sylvio ThiesLüneburger Bäckerei-Idee: 'Grönländer' statt 'Amerikaner' - Lüneburger Bäckerei tauft Amerikaner in Grönländer um – als Protest gegen US-Pläne
Eine Bäckerei in Lüneburg sorgt für Aufsehen, indem sie ihre beliebten Teilchen von Amerikaner in Grönländer umbenennt. Die Änderung ist ein scherzhafter, aber gezielter Protest gegen das berichtete Interesse der US-Regierung, Grönland kaufen zu wollen. Kunden begrüßen den Schritt – sie empfinden ihn als sowohl humorvoll als auch sinnstiftend.
Die runden, mit Zuckerguss überzogenen Gebäckstücke behalten vorerst ihren neuen Namen – zumindest so lange die politische Debatte anhält.
Die Idee stammt von der Heidbäckerei Harms, einer ortsansässigen Bäckerei unter der Leitung von Jannik Harms. Er beschreibt die Umbenennung als lockere, aber deutliche Geste. Der Ursprung des Namens Amerikaner ist ohnehin unklar – manche führen ihn auf ein Backtriebmittel zurück, andere auf die Ähnlichkeit mit der Form eines Soldatenhelms.
Wer derzeit einen Amerikaner bestellt, erhält zwar nach wie vor dasselbe Gebäck, auf der Rechnung steht jedoch Grönländer. Die Bäckerei plant, den neuen Namen bis zum Herbst beizubehalten – vorausgesetzt, die USA zeigen weiterhin Interesse an Grönland. Bundesweit stößt die Aktion auf überwiegend positive Resonanz, selbst aus Prag gibt es Zustimmung.
Vor Ort wird die Umbenennung als originelle Solidaritätsbekundung gefeiert. Zwar hat die dänische Regierung noch nicht reagiert, doch die Aktion der Bäckerei bleibt eine kleine, aber viel diskutierte Stellungnahme.
Die Teilchen werden vorerst noch einige Wochen unter dem neuen Namen verkauft. Sollten die USA ihre Gespräche über Grönland fortsetzen, könnte Grönländer sogar dauerhaft bleiben. Bis dahin hat der spielerische Protest der Bäckerei aus einem simplen Gebäckstück ein Symbol der öffentlichen Stimmung gemacht.
