Heidekreis beschließt umstrittene Kriterien für neue Windkraft-Vorranggebiete bis 2026
Heidekreis beschließt umstrittene Kriterien für neue Windkraft-Vorranggebiete bis 2026
Der Kreistag des Heidekreises hat neue Kriterien für die Auswahl von Vorranggebieten für Windenergie beschlossen. Die Entscheidung fällt in einer Phase, in der die Region unter Druck steht, staatliche Vorgaben zu erfüllen und gleichzeitig ökologische sowie entwicklungspolitische Belange in Einklang zu bringen. Bis 2026 müssen die Verantwortlichen geeignete Flächen ausweisen – andernfalls droht ein unkontrollierter Ausbau von Windkraftanlagen.
Der Beschluss folgt auf monatelange Debatten über die Erweiterung der Windenergie. Ein Antrag der Grünen, einen Mindestabstand von 750 Metern zwischen Windrädern und Wohnhäusern festzulegen, wurde abgelehnt. Stattdessen werden die neuen Kriterien 16.509 Hektar potenziell geeignetes Gelände bewerten und diese auf mindestens 5.976 Hektar für die Vorrangzonen reduzieren.
Noch vor dieser Planungsphase waren bereits 10.209 Hektar ausgeschlossen worden. Die verbleibenden Flächen, darunter auch minderwertige Nadelwälder, könnten nun für den Bau von Windkraftanlagen in Betracht kommen. Damit würden 3,18 Prozent der Gesamtfläche des Landkreises ausgewiesen – mehr als das Vierfache des aktuellen Anteils.
Die Abstimmung fand eine deutliche Mehrheit, wobei sich vier Mitglieder der Grünen enthielten. Vier Kreistagsabgeordnete stimmten gegen den Plan: drei von der AfD und einer von der SPD. Unterdessen haben elf Kommunalvertreter die Landesregierung aufgefordert, die Quotenanforderungen zu senken, da diese für eine so stark bewaldete Region überzogen seien.
Die Frist des Landes drängt den Heidekreis zum schnellen Handeln. Ohne ausgewiesene Vorranggebiete verliert der Landkreis die Kontrolle darüber, wo Windräder errichtet werden.
Die beschlossenen Kriterien sollen bis 2026 die Auswahl der Windenergiezonen steuern. Falls umgesetzt, würden die Änderungen die verfügbare Fläche für Windkraftanlagen deutlich erhöhen. Die Entscheidung spiegelt sowohl die Notwendigkeit wider, die Ziele für erneuerbare Energien zu erreichen, als auch die Herausforderung, lokale Interessen mit den Vorgaben des Landes in Einklang zu bringen.
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