Berliner Startup Adotc revolutioniert Textilproduktion mit Roboter-Nähtechnik
Berliner Startup Adotc revolutioniert Textilproduktion mit Roboter-Nähtechnik
Berliner Startup revolutioniert Textilautomatisierung mit robotergestützter Nähtechnik
Ein in Berlin ansässiges Startup geht die Herausforderungen der Textilautomatisierung mit einem neuartigen robotergestützten Nähsystem an. Die Technologie von Adotc soll die Produktion zurück nach Deutschland holen, indem sie flexible Stoffe verarbeitet, mit denen herkömmliche Roboter Schwierigkeiten haben. Das Projekt hat nun eine Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) erhalten.
Die robotergestützte Nähzelle von Adotc nutzt digitale Vernetzung, um die Textilmontage vollständig zu automatisieren. Im Gegensatz zu starren Materialien erfordern schlaffe Stoffe – wie sie etwa bei Hemden, Hosen oder Autositzbezügen verwendet werden – präzises Handling. Die Lösung des Startups könnte 1.500 bis 2.000 deutschen Textilunternehmen helfen, ihre Kapazitäten zu steigern, den Fachkräftemangel zu bewältigen und rund um die Uhr zu produzieren.
Auch ökologisch verspricht die Technologie Vorteile. Deutschland importiert derzeit bis zu 90 % seiner Textilien, davon über 40 % aus China und Bangladesch. Durch die Ermöglichung einer lokalen Produktion will Adotc Transportemissionen reduzieren, Abfall verringern und die Rückgabequote schlecht sitzender Kleidung senken.
Die Gründer des Unternehmens bringen umfangreiches Know-how mit: Dr. Yves-Simon Gloy, Privatdozent an der RWTH Aachen mit über 270 wissenschaftlichen Publikationen, verantwortet die wissenschaftliche Seite. Peter Brunsberg, der 1997 den Taschenhersteller Bagjack gründete, steuert Branchenexpertise bei. Die 100.000-Euro-Förderung der DBU unterstreicht das Vertrauen in den innovativen, nachhaltigen Ansatz und das Erfahrungsteam.
Allein die Rückverlagerung von 10 bis 15 % der Kleidungsproduktion nach Deutschland könnte jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen CO₂ einsparen. Das System von Adotc ist auf bedarfsgerechte Fertigung ausgelegt und könnte die Textilherstellung in ganz Europa verändern.
Das von der DBU unterstützte Projekt könnte die deutsche Textilbranche neu prägen, indem es Automatisierung mit Nachhaltigkeit verbindet. Bei Erfolg ließe sich die Abhängigkeit von Überseeproduktion verringern – bei gleichzeitig sinkenden Emissionen und weniger Abfall. Die ersten vollautomatischen Nähzellen befinden sich derzeit in der Entwicklung.
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